Was tun wenn der Steuerberater pfuscht oder Kapitalanlagemodelle empfiehlt die verlustreich enden?

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. , 17. Juli 2017

Bringt die vom Steuerberater empfohlene Kapitalanlage nicht den versprochenen und erhofften Erfolg oder ist das investierte Geld sogar ganz oder teilweise verloren, sind Verärgerung und Verunsicherung beim Anleger groß. Der BSZ Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. der seit 1998 Interessengemeinschaften für geschädigte Kapitalanleger organisiert, hält die Beauftragung von Steuerberatern mit der Einschätzung einer schief gelaufenen Kapitalanlage zu betrauen für bedenklich.

Wenn man die einschlägigen Gerichtsentscheidungen zu Kapitalanlagefällen zur Kenntnis nimmt und auch die Veröffentlichungen in der Presse, fällt auf, dass überwiegend die klassischen Finanzberater im Fokus stehen, seien es Banken, Vermittler etc. Weitgehend unberücksichtigt bleibt die Mitwirkung der Steuerberater bei der Entscheidung vieler Betroffener zu einer Vermögensanlage.

Es hat sich aber herausgestellt, dass doch nicht wenige Steuerberater im Hinblick auf ihre Kenntnisse bezüglich der finanziellen Situation der Mandanten, diese Informationen nutzen, um sich ein nicht unbedingt geringes Zubrot zu verdienen.

Zuerst einmal gilt aber, dass ein Steuerberater im Rahmen des erteilten Auftrages die steuerliche Interessen seines Mandanten umfassend wahrzunehmen hat. Tut er dies nicht, macht er sich grundsätzlich schadensersatzpflichtig.

Die Rechtsprechung hat schon mehrfach entschieden, dass ein Schadensersatzanspruch beispielsweise dann besteht, wenn der Steuerberater über die Nichteignung der gewählten Vertragskonstruktion zur Erreichung des erstrebten Vorteils der Steuerbefreiung nicht aufklärt. Der Bundesgerichtshof lässt auch keinen Zweifel daran, dass sofern eine Regelung empfohlen wird, die anschließend gemäß § 42 AO als Gestaltungsmissbrauch angesehen wird, dies ebenso zu Ersatzansprüchen führen kann.

Gleiches gilt eben auch für das Verschweigen negativer Umstände bei der Empfehlung einer Vermögensanlage bzw. bei der Beratung über die bei einer Vermögensanlage zu erwartende Verlustzuweisung.

Noch problematischer wird es dann, wenn der Steuerberater ein eigenes massives Interesse daran hat eine solche Anlage zu vermitteln. So hat das Oberlandesgericht Karlsruhe bereits entschieden, dass ein Steuerberater dann zur Plausibilitätsprüfung und zur Mitteilung sämtlicher erheblicher Tatsachen, insbesondere über Risiken und die eingeschränkte Veräußerbarkeit der Beteiligung (Fungibilität) verpflichtet ist. Dies gilt vor allem dann, wenn er die Unterlagen, die Prospekte oder Zeichnungsscheine an den Anleger weiterleitet. Es wird darin ein eigenständiger mit dem Anleger geschlossener Vermittlungsvertrag gesehen.

Aber selbst dann, wenn der Anleger mit dem Wunsch an seinen Steuerberater herangetreten ist, günstige Steuermodelle für ihn zu finden, so entbindet dies den Steuerberater nicht von der allgemeinen Aufklärungspflicht über die in Frage kommende Kapitalanlage.

Allein die Aufklärung über die Steuervorteile ist nicht ausreichend und begründet im Ernstfall einen Schadensersatzanspruch des Anlegers.

Zu beachten ist auch, dass die Provisionsrechtsprechung des BGH auf die Steuerberater ebenfalls Anwendung findet. Lässt sich also ein Steuerberater bei Empfehlung einer Kapitalanlage von dritter Seite, beispielsweise vom Vertrieb, vergüten, ohne hierauf hinzuweisen, kann er sich ebenso schadensersatzpflichtig machen.

Wenn man bedenkt, dass, die Steuergesetze ständig mal geändert werden, hat man ernsthafte Zweifel daran, dass die in Deutschland tätigen Steuerberater alle noch den notwendigen Durchblick haben.

Dabei erstellen die Steuerberater nicht nur Steuererklärungen, Jahresabschlüsse, Buchführungen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, sondern prüfen auch Steuerbescheide, beraten für eine optimale Steuergestaltung, werden wirtschaftsberatend tätig und vertreten Ihre Kunden sogar vor Finanzbehörden und Finanzgerichten.

Dabei ist es dann eigentlich nicht verwunderlich wenn die Steuerzahler immer öfter unter den Fehlern ihrer Steuerberater zu leiden haben.

Beratungsfehler im Steuerrecht werden künftig gravierendere Auswirkungen als bisher für die Mandanten haben. Dazu kommt noch, dass die neuen Instrumentarien von den Finanzbehörden sicher nach dem Motto „wo gehobelt wird fallen auch Späne“ genutzt werden.

Macht der Steuerberater Fehler, trifft es den Steuerzahler immer da, wo es am schmerzhaftesten ist, in der eigenen Brieftasche.

Vielfach gibt es Möglichkeiten, sich von einer fehlgeschlagenen Kapitalanlage wieder zu lösen. Dabei kommt es in erster Linie auf die richtige Argumentation an. Wegen der Komplexität der Fälle ist es in der Regel empfehlenswert, sofort fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Betracht kommen Ansprüche auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung wegen fehlerhafter Aufklärung über die Risiken einer Anlage, wegen unterbliebener Aufklärung über die vereinnahmten Provisionen oder wegen Fehler im Prospekt.

• Glaubt jemand, von seinem Steuerberater schlecht oder gar falsch beraten worden zu sein, muss er bei einem Rechtsstreit, den durch den vermeintlichen Fehler entstandenen Schaden nachvollziehbar vorrechnen können. Die pauschale Behauptung, er sei dadurch zu einer zu hohen Steuerzahlung verpflichtet worden, ist vor Gericht nicht ausreichend. Für viele Mandanten ist diese Anforderung kaum erfüllbar. Viele erkennen auch überhaupt nicht, dass ihnen vom Steuerberater ein Schaden zugefügt wurde.

Um festzustellen ob gegen den Steuerberater ein Regressanspruch besteht, bedarf es umfangreicher Prüfungen. Mit dieser Prüfung beauftragt der BSZ e.V. geeignete Vertrags- Fachanwälte für Steuerrecht. Wird festgestellt, dass ein Anspruch gegen den Steuerberater besteht, setzt sich der zuständige BSZ® Vertragsanwalt direkt mit dem Mandant in Verbindung. Er teilt mit, worin der Anspruch besteht und welche Kosten bei der Durchsetzung desselben entstehen werden. Der Mandant hat dann die Möglichkeit, dem Anwalt eine entsprechende Vollmacht zu erteilen, oder die Sache auf sich beruhen zu lassen.

Betroffene können ihren Fall schriftlich, knapp und präzise schildern.

• Außerdem sollte mitgeteilt werden, worin der eigenen Meinung nach der Steuerberatungsfehler besteht, welcher Vermögensschaden entstanden ist, ob Sanktionen von der Finanzbehörde angedroht oder bereits vollzogen wurden und ob der Steuerberater darüber aufgeklärt hat, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist.

In jedem Fall sollte man sich nicht scheuen, möglichen Ansprüche prüfen zu lassen, insbesondere wenn bei einer schief gelaufenen Kapitalanlage die Initiative von dem Steuerberater ausging und zu vermuten ist, dass ein Eigeninteresse, wohl überwiegender Natur finanzieller Art, dahinterstand.

Es macht allerdings keinen Sinn seinen Steuerberater zu verklagen, nur weil man mit ihm unzufrieden ist.

Stattdessen sollte man das Gespräch suchen und die erfolgreiche Erledigung des anstehenden Falls in den Vordergrund stellen. Selbstverständlich machen Steuerberater auch Fehler. Ob er seine Mandanten darüber informiert steht allerdings auf einem anderen Blatt. Auch das Eingeständnis einen Fehler begangen zu haben fällt so manchem Steuerberater doch erheblich schwer.

Wenn Sie der Meinung sind Ihr Steuerberater hat Sie nicht richtig vertreten oder gar handwerkliche Fehler festgestellt haben, dann sollten Sie nicht zögern den dadurch entstandenen Schaden bei dem Steuerberater geltend zu machen. Ist das nicht zielführend, sollten Sie Ihren Anspruch gerichtlich geltend mach.

Auch Sie wollen rechtlichen Möglichkeiten professionell durch BSZ® e.V. Vertrauensanwälte und Fachanwälte für Steuerecht überprüfen lassen und sich auch auf den letzten Stand der Dinge bringen lassen?

Dabei ist qualifizierter Rechtsbeistand von entscheidender Bedeutung. Die BSZ e.V. Vertrauensanwälte geben Ihnen eine erste ehrliche Einschätzung Ihrer Erfolgschancen. Der BSZ e.V. empfiehlt Geschädigten sich immer einer Interessengemeinschaft anzuschließen. So ist gewährleistet, dass eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen werden kann. Die Vertrauensanwälte welche mit einer solchen Interessengemeinschaft zusammenarbeiten können sich damit optimal für die Interessen der Betroffenen einsetzen.

Sie können Ihre Rechtsansprüche auch ohne eigenes finanzielles Risiko durchsetzen!

Wenn Sie keine Rechtschutzversicherung haben, prüfen wir auf Anfrage gerne ob das Kostenrisiko von unserem Prozessfinanzierer übernommen werden kann. Auf Grund langjähriger Erfahrung im Versicherungs- und Kapitalmarktbereich wissen diese Spezialisten, wie Ansprüche gegen Versicherungen, Banken usw. geltend gemacht werden können. Bei positiver Einschätzung übernimmt die Prozessfinanzierungsgesellschaft das Kostenrisiko, finanziert den Prozess und ist lediglich am Erfolg beteiligt. Die Anleger können ihre berechtigten Ansprüche durchsetzen, ohne selbst ein finanzielles Risiko einzugehen – die Prozessfinanzierung übernimmt alle Kosten. Die Anleger beteiligen die Prozessfinanzierungsgesellschaft nur im Erfolgsfall am Erlös, ohne dass eigenes Geld eingesetzt werden muss. Prinzipiell gilt: Gelingt die Durchsetzung der Ansprüche nicht – geht also der Prozess verloren – fallen für den Betroffenen keine Kosten an. Sämtliche Prozesskosten gehen in diesem Fall zu Lasten der Prozessfinanzierungsgesellschaft! Der Kläger hat nicht das geringste Risiko.

Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und einer von Ihnen gewünschten BSZ Interessengemeinschaft beizutreten. Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Vertrauensanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Steuerberaterhaftung anschließen.

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Steuerberaterhaftung kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden

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Der BSZ® e.V. sorgt mit der Veröffentlichung und Verbreitung aktueller Anlegerschutz Nachrichten seit 1998 für aktiven Anlegerschutz. Der BSZ e.V. sammelt und veröffentlicht entsprechende Informationen die über das Internet jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Rechtsberatung wird vom BSZ e.V. nicht durchgeführt. Fördermitglieder des BSZ e.V. können eine erste rechtliche Einschätzung kostenlos durch BSZ e.V. Vertragsanwälte vornehmen lassen.

Für Unternehmen die in unseren Berichten erwähnt werden und glauben, dass ein geschilderter Sachverhalt unrichtig sei, veröffentlichen wir gerne eine entsprechende Gegendarstellung. Damit wird gezeigt, dass hier aktiver Anlegerschutz betrieben wird.

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