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Medizin Für Wirtschaftsjournalisten

Teamarbeit macht krank? oder: Wir bedanken uns für das Geschenk Ihrer Abwesenheit

G Galerie für Kulturkommunikation 1 Min. Lesezeit · 220 Wörter · 2.219 Aufrufe

Teamarbeit – ein Erfolgsfaktor oder eine Geißel
Burn out, Mobbing, Forderungen nach Flexibilität und Effizienz – immer mehr Menschen treibt es in die Verzweiflung, Krankheit und Lebensunlust.
Teamarbeit Ist das Zauberwort: Auf jeder Stellenanzeige ist es zu finden, in den Reportagen oder Artikeln über Politiker, Funktionsträger, Bankdirektoren. Es scheint, als ob Teamarbeit, die Zugehörigkeit zu einem Team oder der Wille zu und in einem Team über Erfolg oder Misserfolg der Person, eines Amtes oder einer Aufgabe entscheiden. Wenn der neue Kanzlerkandidat Beinfreiheit verlangt, verbunden mit dem leise, zweiflerischen Grummeln der Parteibasis, ob er wohl auch teamfähig sei, (oder will er etwa aus einem solchen fortlaufen) so verbindet sich das Wort und die allumfassende Zugehörigkeit zu einem Team mit fast religiösen Zügen.
Ist das wirklich so? Ist Team ein Schlüsselwort für alles? Ist Teamfähig oder teamunfähig das allumfassende Urteil über jeden.
Könnte Team das Label eines Machtanspruches sein an alle und an jeden. Wer übt diese Macht aus? Wo bleiben die Nichtangepassten, die Kreativen, die Kritiker, die auch einer Gesellschaft den Spiegel vorhalten und neue Wege zeigen?
Das Team kann eine Hölle sein.
(Elisabeth Simon, Berlin)

Rainer Strzolka
Team-(un)fähig?
Die Dekonstruktion des Teamgedankens
Berlin: Simon Verlag für Bibliothekswissen
2013, 97 Seiten, softcover
ISBN 978-3-940862-53-2
22,00 €

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