Spirit Design und Rosenbauer vom Deutschen Designer Club ausgezeichnet
Das Wiener strategische Designunternehmen Spirit Design und Rosenbauer, der international tätige, oberösterreichische Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen, werden eine der begehrten Trophäen des DDC 2011 erhalten. Das ausgezeichnete Produkt: die AT-Baureihe, eine speziell für den Einsatz auf kommunaler Ebene entwickelte Modell-Linie. Die Preisverleihung findet am 2. 12. 2010 in Frankfurt am Main statt, wobei dann auch die genaue Platzierung bekannt gegeben wird (Gold, Silber, Bronze).
Die Herausforderung für die Entwickler von Rosenbauer und Spirit Design: Innerhalb eines sehr engen gestalterischen Spielraumes musste ein Fahrzeugdesign geschaffen werden, das sowohl funktionale als auch strategisch-kommunikative Aufgaben optimal erfüllt. „Wir freuen uns über die anhaltend erfolgreiche Zusammenarbeit mit Rosenbauer,“ sagt Daniel Huber, Managing Partner bei Spirit Design, „weil Design hier seine Funktion an der Schnittstelle von Funktion, Kommunikation und Ästhetik beweisen kann.“
Zum Einen ging es bei diesem Projekt um die Fortführung der von Spirit Design für Rosenbauer entwickelten Visual Product Language: Das bedeutet die visuelle Kommunikation von Verlässlichkeit, Sicherheit, Kraft und Dynamik durch die Produktgestaltung. Zum Zweiten sollte die Ergonomie optimiert werden, um den im Einsatz stehenden Feuerwehrleuten ihren Job so einfach, effizient und sicher wie möglich zu machen.
Die dicht gedrängte Anordnung der zahlreichen Funktionselemente, Instrumente und Geräte an den Fahrzeugen beschränkte den kreativen Freiraum für das Designteam; alles musste sowohl möglichst logisch und übersichtlich als auch platzsparend angeordnet werden. Den Entwicklern gelang es, innerhalb dieses engen Korsetts eine gestalterische Linie zu finden, die beiden Anforderungen gerecht wird: Ästhetik und Funktion.
Zum Thema Ergonomie gehört auch der richtige Einsatz von Licht. Einerseits muss für größtmögliche Helligkeit am Arbeitsplatz gesorgt werden, andererseits aber sind jegliche Blendeffekte zu vermeiden. Das Lichtkonzept der AT-Modelle basiert auf moderner LED-Technik. Durch Unterflur-, Umfeld- sowie Geräteraumbeleuchtung in Kombination mit einem neuen Lichtmast können tageslichtähnliche Verhältnisse geschaffen werden. Naturnahe Farbwahrnehmung, geringer Schattenwurf und die homogene Ausleuchtung des gesamten Einsatzgebietes erleichtern die Arbeit bei Nacht. Das Lichtkonzept für den Innenraum hat darüber hinaus auch psychologische Wirkungen: Die indirekte, zurückhaltende Beleuchtung im Mannschaftswagen wirkt beruhigend auf die Einsatzkräfte, die naturgemäß oft unter Stress stehen.
Für größtmögliche Effizienz und Sicherheit am Einsatzort wurde der Gestaltung der Elemente an und in den Fahrzeugen große Aufmerksamkeit geschenkt. Alle manuell bedienbaren Hebel beispielsweise sind in signalorange gehalten, um den Einsatzkräften schnelles Zugreifen auch in stressigen Situationen zu ermöglichen. Die transparente Glastür zum Mannschaftsraum verbessert die Sicht für die Einsatzkräfte und erhöht den Tageslichtanteil im Innenraum.
Die Designentwicklung sowie Konstruktion der AT-Modelle erfolgte mit Hilfe modernster Entwicklungs- und Simulationsmethoden. Die bei Spirit Design eingesetzten Computertechnologien entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Anhand fotorealistischer 3D-Darstellungen können schon früh im Entwicklungsstadium richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden; das trägt dazu bei, Entwicklungsprozesse effizienter und schneller zu machen. Die Zeit zwischen Design und Markteinführung (time to market) wird auf ein Minimum reduziert.
Original-Inhalt von Spirit Design