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Finanzen Für Wirtschaftsjournalisten

Exit aus teueren Hauskrediten bei den Banken, Sparkassen und Volksbanken

B BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. 4 Min. Lesezeit · 888 Wörter · 508 Aufrufe
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Logo des BSZ e.V. · Foto: BSZ e.V.

Banken, Sparkassen und Volksbanken in Deutschland haben eine Reihe von Niederlagen vor Zivilgerichten erlitten - und die Immobilienkreditkunden Sie können Zinsen und Gebühren zurückfordern. Haus- und Wohnungseigentümer mit einer Baufinanzierung können Zehntausende Euro sparen.

Die Banken, Sparkassen und Volksbanken haben es mit den Kreditkunden nicht leicht in Deutschland. Im vergangenen Jahr mussten sie erfahren, wie der Bundesgerichtshof (BGH) einen jahrelangen Streit um die Rechtmäßigkeit von Kreditbearbeitungsgebühren endgültig zu Gunsten der Verbraucher und Kreditkunden entschied. Hunderttausende Bankkunden wandten sich an ihr Kreditinstitut und forderten unrechtmäßig erhobene Bearbeitungsgebühren zurück.

Am 29. Dezember vergangenen Jahres gingen deshalb 30.000 Einschreiben beim Bundesverband deutschen Banken ein - von Kunden, die mit Hilfe des Ombudsmanns ihr Geld zurück wollten.

Seit einer ganze Weile rollt die nächste Welle - fast ein Sunami!

Es geht in jedem Einzelfall um wesentlich mehr Geld als bei den Kreditgebühren. Zehntausende Hausbesitzer haben festgestellt oder die Hoffnung, dass sie wegen eines Formfehlers ihrer Bank, Sparkasse, Volksbank oder der Postbank aus einem teuren Immobilienkredit nachträglich aussteigen und einen neuen, billigeren, abschließen können.

Der Hintergrund ist, dass seit November 2002 die Kreditinstitute ihre Kunden nicht korrekt auf die Möglichkeit eines Widerrufs ihres Kreditvertrages in den ersten 14 Tagen hingewiesen haben. Ohne eine solche korrekte Belehrung ist der Widerruf auch noch nach Jahren möglich.

Vorteil für den Kunden: Statt fünf Prozent für einen Immobilienkredit, den sie 2009 abgeschlossen haben, würden sie heute nur zwei Prozent zahlen müssen.

Es geht für die Kunden und die Banken in jedem einzelnen Fall um fünfstellige Summen; entsprechend hart werden die Auseinandersetzungen geführt. Schon bei einem 200.000-Euro-Kredit aus dem Jahr 2009 geht es um deutlich mehr als 20.000 Euro. Dies müsste das Kreditinstitut zurückzahlen!

Die Kreditinstitute fühlen sich schlecht behandelt von ihren Kunden. Dies schreiben sie den Kunden auch öfter.

Wegen eines aus Sicht der Geldinstitute läppischen Formfehlers sollen sie viel Geld zurückzahlen. Doch Mitleidsappelle der Kreditinstitute an die Kunden haben offenbar nicht gefruchtet. Inzwischen versuchen Zehntausende Kunden, den Formfehler für sich zu nutzen.

Die Banken stellen spätestens jetzt auf harte Gegenwehr um. Sie sind es offensichtlich nicht gewohnt, dass die normalen Regeln des Geschäftslebens auch in ihren Kundenbeziehungen gelten. Verträge sind eben einzuhalten. Fehler in Verträgen wirken sich in langen Vertragsbedingungen schmerzlich aus.

Banken sprechen miteinander über ihre Problemkunden

Sollen Kreditinstitute aktuell für einen Fehler die Strafe des Verlustes von Geld erleiden?

Das darf in dem Verständnis der Kreditinstitute offenbar nicht sein. Mit Händen und Füßen wehren die Kreditinstitute sich gegen die vermeintlich unverschämten Kunden, die einen Bankenfehler bei den Kredit-Widerrufsbelehrungen zunächst mit Hilfe von Verbraucherzentralen und zunehmend mit Fachanwaltskanzleien für Bank- und Kapitalmarktrecht ausnutzen wollen.

Die Kunden sollten sich davon nicht abschrecken lassen, sondern nüchtern bleiben. Kreditkunden sollten mit Hilfe von Rechtsanwälten sorgfältig prüfen lassen, ob ihre Widerrufsklausel fehlerhaft ist und ob sie deshalb eine realistische Chance haben, ihren Finanzierungsvertrag rückgängig zu machen. Außerdem sollten sie prüfen, ob ihre Rechtsschutzversicherung ihnen bei der Auseinandersetzung mit dem Kreditinstitut beisteht. Es ist aber auch eine Kunst die Rechtschutz-versicherung zu überzeugen.

Ist im Vorwege alles geklärt, sollten Kredtikunden sich noch vor dem Widerruf unbedingt eine neue Finanzierung bei einem Kreditinstitut suchen. Immer wieder berichten Verbraucher den Fachanwälten, dass sie keinen neuen Kredit bekommen - die Banken sprechen sich offenbar ab und lehnen gegenseitig die als renitent geltenden Kunden als neue Kreditnehmer ab.

Verbraucherschützer fanden Fehler in drei von vier Verträgen

In 80 Prozent der von ihnen geprüften Verträge haben Kreditexperten wie Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht und die Experten der Verbraucherzentralen mehr oder weniger gravierende Fehler gefunden.

Fehler sind in vielen Verträgen etlicher Banken nachgewiesen - von der Deutschen Bank über die Commerzbank, die ING-Diba, die DSL Bank bis hin zu vielen Sparkassen. Zahlreiche Anwaltskanzleien haben im vergangenen Jahr gegen Banken gewonnen. Die Anzahl von neuen Prozessen geht ebenfalls oft gut aus.

Bei Kredtkunden ohne passende Rechtsschutzversicherung bieten inzwischen einige spezielle Prozessfinanzierer Hilfe an. Schließlich kann die Auseinandersetzung schon in der ersten Instanz mehr als 10.000 Euro kosten. Bei Kreditfinanzierern sieht es so aus: verliert der Kläger den Prozess, bleibt er nicht auf dem Schaden sitzen. Gewinnt er, muss er vom Ertrag des Streits ein Drittel abgeben.

Die BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte unterstützen Verbraucher bundesweit beim Widerruf von Darlehen. Für die Mitglieder der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Darlehens Widerruf ist die Erstberatung kostenlos.

Für die Prüfung von Kreditverträgen durch Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht gibt es seit dem Jahr 1998 die BSZ e.V. die Interessengemeinschaften. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Darlehens Widerruf beizutreten.

Weitere Informationen können kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.
Lagerstr. 49
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Telefon: 06071-9816810
Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu

Direkter Link zum Kontaktformular:
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Dieser Text gibt den Beitrag vom 14.09.2015 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt
steff

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