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Medizin Für Wirtschaftsjournalisten

Auch beim 27. Deutschen Tierärztetag in Bamberg: Tierärztliche Bestandsbetreuung im Fokus

E EG Hellwig 4 Min. Lesezeit · 712 Wörter · 2.243 Aufrufe
Rund 4.000 Fachleute werden im Jahr 2015 AVA-Fortbildungen besucht haben
Rund 4.000 Fachleute werden im Jahr 2015 AVA-Fortbildungen besucht haben · Foto: AVA

Die Bundestierärztekammer diskutiert zurzeit auf dem 27. Deutschen Tierärztetag in Bamberg u.a. zur Thematik der Tierärztlichen Bestandsbetreuung, um letztendlich den Einsatz von Antibiotika auf den landwirtschaftlichen Betrieben zu reduzieren. Politik und Verbraucher sehen heute durch den Einsatz von Tierarzneimitteln mehr oder weniger große Gefahren für die Volksgesundheit. Sollen Tiere überhaupt noch behandelt werden, um keine Antibiotika in der Tierhaltung einzusetzen? Das verbietet allein schon das Tierschutzgesetz, denn Tierärzte sind berufene Schützer der Tiere, und Verbraucher, Landwirte und Veterinäre wollen sicher auch kein Tier leiden sehen. Tiere müssen folglich bei Erkrankungen medizinisch versorgt werden. Die Intensivnutztierhaltung, auch gerne lapidar „Massentierhaltung“ genannt, darf nicht gleichgesetzt werden mit den Begriffen „Tierquälerei“, „Tierkrankheiten“ oder „Dauermedikation“. Fachleute wissen, dass die heutige intensive Tierhaltung mit gesunden und leistungswilligen Tieren arbeitet und Tierschutz und Tierwohl sehr wohl hoch angesiedelt sind. Dass Tiere auch erkranken können, liegt auf der Hand und ist nachvollziehbar, weil es alle Lebewesen betreffen kann. Auch in Biobetrieben werden Tiere krank, und dies auf keinen Fall weniger als in konventionellen Tierhaltungen. Man kann nicht sagen: „Bio ist gut – Konventionell ist schlecht“. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Biohaltungen entsprechen nicht unbedingt einer tiergerechterer Haltung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies immer wieder.
Den Nutztieren geht es heute um ein Vielfaches besser als vor 20 Jahren. Die Haltungsbedingungen, das Betreuungsmanagement von Tierärzten und Landwirten, die Fütterung, Hygienebedingungen etc. sind besser denn je. Und die Mär, dass gerade aus Intensivtierhaltungen Antibiotikarückstände gang und gebe wären, sind an den Haaren herbeigezogen. Die Kontrollen auf den Schlachthöfen und die Dokumentationspflichten der Tierärzte und Landwirte sind so hoch, dass keine antibiotisch behandelten Tiere innerhalb der Karenzzeiten geschlachtet werden.
Für die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer, einer Fortbildungsgesellschaft für Tierärzte und Landwirte, gilt das Prinzip der tierärztlichen Bestandsbetreuung und damit der Vorbeugemedizin schon seit Gründung der Akademie im Jahre 2001. Der Gründer und Leiter, Ernst-Günther Hellwig, selbst Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler steht die Präventivmedizin seit Anbeginn im Vordergrund der Tierbetreuung. „Der Tierarzt hat die Aufgabe, den Betrieb gesund zu erhalten. Wenn Tiere erkranken ist es eigentlich schon zu spät“, so Hellwig. Seit Anbeginn legt die AVA großen Wert auf die Gesunderhaltung. Viele Kurse und Workshops beschäftigen sich mit dieser Früherkennung. Z.B. wurden bisher 30 Workshops mit dem so genannten Schweineflüsterer angeboten, um die „Signale der Tiere früh genug zu erkennen, bevor die Tiere erkranken“. Insgesamt weit über 1.000 Landwirte und Tierärzte besuchten diese spezielle AVA-Fortbildung.
Weiterhin bietet die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) eine Reihe von Fortbildungen alternativer Therapieverfahren, wie z.B. die Homöopathie, an. Hier arbeitet die AVA mit Fachtierärzten zusammen, um fachlich tiermedizinisch fundierte Homöopathiefortbildungen anbieten und die Nutztierärzte schulen, diese alternativen Heilmethoden mit in ihre Therapiekonzepte einzubeziehen. Auch der 27. Tierärztetag fordert den Einsatz alternativer Therapien.
Ava-Fortbildungen helfen Arzneimittel einsparen. Dieses Fortbildungskonzept, bei der AVA seit 2001 etabliert, widmet sich ein großer Teil des Tierärztetages 2015 in Bamberg. Und das ist gut so. Viel Erfolg den Tierärzten in Bamberg.

Zur Information: Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) mit Sitz im münsterländischen Horstmar-Leer, konnte im letzten Jahr über 5000 Fachleute in ihren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen.
Die eigene Fachzeitschrift (NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) mit einer Auflage von über 5000

Exemplaren informiert aktuell über moderne Nutztiermedizin und Landwirtschaft.

Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.

»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten. AVA-Kurse helfen Arzneimittel einsparen«
Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Horstmar-Leer

Ernst-Günther Hellwig, Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig
Dorfstraße 5 - D 48612 Horstmar-Leer
fon: +49-(0)2551- 7878 fax: +49-(0)2551-83 43 00
info@ava1.de www.ava1.de

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