‚Pirates of the Caribbean’ im neuen Licht"

AC Nautik .eU, 16. August 2018

‚Fluch der Karibik’ – der deutsche Titel des Films kommt dem eigentlichen Problem schon viel näher.

Wir schreiben das Jahr 2018 und die Piraterie in der Karibik feiert fröhliche Urständ. Die Übergriffe der Piraten sind in einem Jahr um 163 Prozent gestiegen. Einige Venezolaner flüchten sich offenbar aus grenzenloser Armut in die Kriminalität. Immer wieder kommt es auch in den Gewässern vor Honduras, Nicaragua, Haiti oder St. Lucia zu dramatischen Vorfällen mit Piraten – auch bewaffnete Überfälle gegen Schiffe.

Piraterie ist kein Kavaliersdelikt

Piraterie oder Seeräuberei sind Gewalttaten, Eigentumsdelikte oder Freiheitsberaubungen –
die zu eigennützigen Zwecken unter Gebrauch eines Seefahrzeugs und mit rohem, unbegrenztem Gewaltpotenzial auf hoher See oder in anderen Gebieten verübt werden.

Die Piraterie stellt in einigen Regionen heute wieder eine ernsthafte Gefahr dar und nimmt, bedingt durch die politischen Umwälzungen und der gnadenlosen Globalisierung, sogar wieder zu. Man kann davon ausgehen, dass die Dunkelziffer recht hoch ist. Reedereien melden die tatsächlich begangene oder auch versuchte Übergriffe nicht an, aus Angst die
Versicherungsprämien könnten angehoben werden und das Firmenansehen würde Schaden nehmen.

Aufsehen erregende Vorfälle in Asien und Afrika

1992 kam es zum Zusammenstoß zwischen der Ocean Blessing und dem Tanker Nagasaki Spirit. Letzterer war nach einem Piratenüberfall führerlos durch die Straße von Malakka gefahren. Es gab 51 Tote, 12.000 Tonnen Öl gelangten ins Meer.

Am 6. Dezember 2001 wurde der bekannte neuseeländische Regattasegler und Umweltschützer Sir Peter Blake auf seinem Boot von Flusspiraten in der Amazonasmündung erschossen, als er seiner Besatzung mit einem Gewehr zu Hilfe eilte.

2005 wurde das Passagierschiff ‚Seabourn Spirit’ vor Somalia von mit Maschinengewehren und Panzerfäusten bewaffneten Booten angegriffen, wobei es zu einem Verletzten an Bord kam. Das Schiff entkam dem Angriff jedoch auf die hohe See.

Am 4. April 2008 überfielen Piraten die französische Yacht Le Ponant vor der Küste Somalias und nahmen etwa 30 Seeleute als Geiseln. Nach einer Woche wurden die Seeleute freigelassen.

Im September 2008 gelang es Piraten vor der somalischen Küste, den unter der Flagge Belizes fahrenden ukrainischen Frachter Faina mit 30 schweren Panzern an Bord zu kapern.

Am 15. November 2008 kaperten Piraten den unter liberianischer Flagge fahrenden Supertanker Sirius Star mit 25 Besatzungsmitgliedern.

Bemerkenswert war die Beute der Piraten, denn die Sirius Star hatte als neueste Generation von Supertankern einen Wert von über 150 Millionen Euro. Zusätzlich hatte sie als Schiffsladung zwei Millionen Barrel Rohöl im Wert von ca. 80–90 Millionen Euro geladen.

Im Juli 2009 wurde die Arctic Sea in der Ostsee gekapert. Es gibt Vermutungen, dass das Schiff illegaler Weise Waffen lieferte und im Zuge einer Geheimdienstaktion gekapert wurde.

Piraten erobern die Karibik zurück –die Überfälle nehmen zu

Die romantischen Vorstellungen von Piraterie sind von der Realität meilenweit entfernt. Brutale Seeräuber erscheinen derzeit vermehrt in der Karibik. Gerade vor dem politisch und wirtschaftlich katastrophal instabilen Venezuela herrscht kriminelles Treiben. Infolge der chaotischen wirtschaftlichen Lage in Venezuela schaffen Seeräuber nun ihr unrühmliches Comeback. Das Land wird geprägt von Hunger, Arbeitslosigkeit und Misswirtschaft.

Schmuggelware gegen Essen – so wollen Piraten überleben

Ins Visier der Seeräuber geraten Frachtschiffe, Jachten, aber auch kleine Fischerboote. Wie ein Fischer aus Trinidad gegenüber der „Washington Post“ berichtet, sehe er seit Kurzem immer mehr Kriminelle aus Venezuela mit Schiffen in seiner Heimat ankommen. Diese würden Waffen, Drogen, Frauen und exotische Tiere schmuggeln. „Manchmal sind diese Venezolaner bereit, die Waffen und Tiere gegen Essen zu tauschen“ so der Fischer.

Die Küstenwache ist vielerorts überfordert. Venezolanische Beamte sollen selbst schon vor Anker liegende Schiffe gekapert und Geld und Essen gefordert haben. Das erfuhr die „Washington Post“ durch einen Insider in der Behörde.

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Presseverantwortlicher
Martin Fuchshofer
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