Gesunde Naturseifen vor 4000 Jahren

HEISSMANN Health, Beauty & Life, 7. Juni 2016

Seifenherstellung hat eine uralte Tradition und wurde 2500 vor der neuen Zeitrechnung schon praktiziert. Zu allen Zeiten gab es viele Geheimnisse um die Kunst des Seifensiedens. Allerdings gab es damals nur Naturseifen ohne Chemikalien und künstliche Zusatzstoffe, wie sie leider in den heutigen industriell hergestellten Seifen, Duschgels und Badezusätze verarbeitet werden.
Naturseife ist nicht geschützt und muss für alles herhalten
Der heutige Trend geht eindeutig in Richtung Wellness, Gesundheit und Natürlichkeit. Deshalb wird jedes Duschgel, jede Seife usw. die nur eine Spur von „natürlichen“ Inhaltstoffen enthält als Naturseife angepriesen. Siehe z. B. ein Duschgel mit Aloe Vera. Aber wer sich die Inhaltsstoffe genauer ansieht wird feststellen, dass von Aloe Vera nur sehr Wenig zu finden ist. Dafür hat aber die Chemie echten Anteil. Ob das wohl gut ist?
Naturseife versus modere Seifen
Die Grundstoffe jeglicher Seifenherstellung sind Fette, diese können pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ursprungs sein. Bei den meisten industriell hergestellten Seifenprodukten werden „gewinnbringenderweise“ billige Fette eingesetzt. Billige Fette können aus Mineralöl, diverser Nebenprodukte von chemischen Verfahren oder tierische Abfälle sein.
Im Gegensatz zu einer guten Naturseife, die aus hochwertigen und etwas teureren ÖLEN und Glycerin hergestellt wird.
Für echte Naturseifen werden hochwertige Fette verwendet. Nach dem vorsichtigen Schmelzvorgang wird das geschmolzene Fett mit einer Lauge vermischt. Nun entsteht ein dickflüssiger Seifenleim aus alkalischen Salzen und Glycerin.
Im Gegensatz hierzu werden bei industriell hergestellten Seifen alkalischen Salze und Glycerin unter Zuhilfenahme von Natriumchlorid voneinander getrennt, woraus reines Salz übrig bleibt. Diese werden mit Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Duftstoffe und Farbstoffe vermischt.
Glycerin als natürliche hautpflegende Substanz, wird der Seife entzogen und industriell weiterverarbeitet.

Vergleich der Zusatzstoffe in Naturseife vs Industrieseife
Tenside
Tenside sind für den Reinigungseffektzuständig und lassen den schönen Schaum entstehen.
Tenside sind Emulgatoren und helfen Wasser und Öl zu verbinden.
Tenside sind somit für Naturseifen und Industrieseifen unverzichtbar, allerdings gibt es auch hier minderwertige, billige Tenside die aus Erdöl hergestellt werden und sogar in Verdacht stehen, krebserregend zu sein oder Allergien auslösen. Hier ist Vorsicht geboten.
Eine Seife mit dem Ausgangsstoff "Sodium tallowate" wird immer aus Rindertalg, d.h. aus Schlachtabfällen gewonnen.
Bei einer hochwertigen Naturseife wird z.B. Sodium Olivate (mit Olivenöl), Sodim Cocoate, (Mischung aus Fettsäuresalze von Kokosöl) oder Sodim Shea butterate verwendet. Sicherlich natürliche Produkte!

Alkohole
Alkohol laugt unsere Haut aus und macht sie trocken und spröde. Leider hat es in den preisgünstigen Seifenprodukten meist Alkohol für desinfizierende Wirkung und Konservierungsmittel eingearbeitet. Eine Industrieseife hat deshalb kein Verfallsdatum.
Eine gute Naturseife darf keine Alkoholbestandteile enthalten. Leider hat die Seife somit ein Verfallsdatum und kann mit der Zeit ranzig riechen. Dadurch wird die Seife nicht „schlecht“ oder verliert ihre Wirkung. Sie könnte nur ihren schönen Geruch etwas verlieren.

Farbstoffe
Industriell gefertigte Seifen beinhalten grundsätzlich Farbstoffe. Die Liste der in Kosmetika erlaubten Farbstoffe ist zwar lang, obwohl nicht alle Färbemittel unbedenklich sind.
Hier bilden unter den gefährlichsten, die so genannten Azofarbstoffe, die mit über 2000 organischen Verbindungen die grösste Gruppe innerhalb der Farbstoffe bilden, die Hauptgruppe. Azofarbstoffe lassen sich einfach und billig in die Produktion mit einbeziehen.
Leider sind diese nicht immer unproblematisch für die Gesundheit.
Naturseifen dürfen keine Azofarbstoffe enthalten.
Naturseifen kommen mit natürlichen Naturstoffen auch zu einem schönen Ergebnis.

Duftstoffe
Synthetisch hergestellte Duftstoffe, wie der Name vermuten lässt, werden im Labor hergestellt.
Hier sind Duftstoffe wie Diethylphthalat oder polyzyklische Moschus-Verbindungen sehr bedenklich. Bedauerlicherweise dürfen diese Produkte in diversen Artikeln verarbeitet werden, die in direktem Kontakt mit dem Menschen kommen.
Sie besitzen Wirkung, ähnlich wie die von Hormonen, reichern sich im Körper an und sind selbst in der Muttermilch nachweisbar.

Wieder andere Duftstoffe beinhalten Bestandteile die Hautreizungen und Allergien auslösen. Personen mit empfindlicher, auf Allergene schnell reagierende Haut besitzen, sollten besser auf Produkte mit diesen Duftstoffen verzichten.

Naturseifen enthalten immer hochwertige natürliche Rohstoffe, ansonsten sind sie es nicht wert Naturseife genannt zu werden. Statt synthetischer Duft- und Farbstoffe aus dem Labor enthalten Naturseifen Kräuter- oder Pflanzenauszüge oder duften dank hochwertiger ätherischer Öle. Auch enthalten gesunde Seifen keine chemischen Konservierungsmittel.

Naturseife selber herstellen
Naturseife machen ist eine besondere Kunst, die verhältnismässig leicht erlernbar ist, aber auch sehr viel Zeit und ganz besonders viel Vorsicht erfordert.


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