Chancen am Arbeitsplatz für berufstätige Mütter verschlechtern sich

Regus, 02. Februar 2011

Regus, weltweit führender Anbieter flexibler Arbeitsplatzlösungen, hat kürzlich, wie schon 2010, eine weltweite Umfrage zur Chancengleichheit von Müttern im Berufsleben durchgeführt. Ergebnis: Der Anteil der Unternehmen, die beabsichtigen, Frauen mit Kindern einzustellen, ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel zurückgegangen.
In Österreich, wo 49 % der Unternehmen planen, generell neue Mitarbeiter einzustellen, ist dieser Trend noch deutlicher erkennbar: Nur 27 % der Arbeitgeber wollen berufstätige Mütter aufnehmen. Hauptgrund dafür ist die Sorge, dass die Frauen das Unternehmen frühzeitig wieder verlassen könnten, um ein weiteres Kind zu bekommen (38 %). An der Qualifikation liegt es nicht: Nur 9 % der österreichischen Unternehmen glauben, dass weibliche Arbeitskräfte mit Kindern nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen könnten.
Die Zahlen weltweit
Im vergangenen Jahr planten weltweit noch 44 % der Unternehmen, mehr Mütter einzustellen – 2011 sind es nur noch 36 %. Dies, obwohl sich die Beschäftigungsaussichten insgesamt für das neue Jahr durch das prognostizierte Wirtschaftswachstum verbessern sollten – weltweit planen 45 % der Unternehmen generell Neueinstellungen für das Jahr 2011.

Bedenken trotz guter Meinung
Weltweit gesehen lauten die Bedenken gegen die Einstellung berufstätiger Mütter vor allem:

- 37 % denken, dass sie weniger engagiert und flexibel sind als andere Mitarbeiter.
- 33 % befürchten, dass sie schon bald nach der Einarbeitung das Unternehmen wieder verlassen könnten, um ein weiteres Kind zu bekommen.
- 24 % glauben, dass die Fähigkeiten von Frauen mit Kindern nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Im Gegensatz dazu urteilt aber ein Großteil der Unternehmen positiv über die Qualitäten, die an den Arbeitsplatz zurückkehrende Mütter einbringen. So geben 72 % an, dass Frauen mit Kindern einen wertvollen Teil der gesamten Belegschaft darstellen, der von großer Bedeutung für ein Unternehmen sein kann. 57 % geben an, dass Frauen, die nach einer Schwangerschaft ins Berufsleben zurückkehren, einen enormen Wert für ein Unternehmen darstellen, da sie über Erfahrung und Fähigkeiten verfügen, ohne Spitzengehälter zu verlangen.
Garry Gürtler, Vice President CEE von Regus dazu: „Es ist keine Überraschung, dass Vorurteile und entsprechend voreingenommene Verhaltensweisen mit dem Sparkurs der Wirtschaft Auftrieb erhalten. Einige Unternehmen begegnen ihrem gegenwärtigen Arbeitsumfeld offensichtlich immer noch mit altmodischen Bedenken. Obwohl die meisten Unternehmen der Meinung sind, dass durch die Nichtberücksichtigung von Müttern bei Neueinstellungen gleichzeitig wertvolle Arbeitskräfte außer Acht gelassen werden, bestehen immer noch Bedenken, dass familiäre Verpflichtungen die Mütter daran hindern könnten, sich ihrem Job voll und ganz zu widmen. Das hat allerdings auch mit dem österreichischen Schulsystem zu tun. In Österreich, wo 66 % der Mütter berufstätig sind, werden die meisten Schulen immer noch zur Mittagszeit geschlossen, was die Eltern dazu zwingt, einen Kompromiss zu finden[1].
Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass Unternehmen, die diese wichtigen Werte berücksichtigen, bessere Erfolgschancen haben. Glücklicherweise werden flexible Arbeitsbedingungen zunehmend zur Norm. Geschäftstüchtige Unternehmen werden in Zukunft erkennen, dass sie ein familienfreundlicheres und gleichzeitig produktiveres Arbeitsumfeld schaffen können, indem sie ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität hinsichtlich Arbeitsort und -zeiten ermöglichen. Damit fördern Sie nämlich nicht nur die Mitarbeitermotivation, sondern steigern auch ihre Produktivität und senken die Betriebskosten..”

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