WGF AG: Eröffnung des Insolvenzverfahrens

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. , 5. März 2013

Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 01.03.2013 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG beschlossen. Anlegerschutzanwälte der BSZ e.V. Interessengemeinschaft ,,WGF-Anleihen" vertreten geschädigte Anleger!

WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG

Die WGF ist ein Immobilienunternehmen mit dem Schwerpunkt Projektentwicklung, Immobilienhandel und Immobilieninvestment. Diese breite Aufstellung sollte nach den Angaben des 2003 gegründeten Unternehmens die Wirkung zyklischer Schwankungen von Teilklassen zuverlässig vermindern. Die WGF hat insbesondere Hypothekenanleihen und Genussrechte emittiert. Das Genussscheinkapital beträgt dabei EUR 130 Mio., während sich das Anleihekapital sogar auf EUR 450 Mio. beläuft. Das Amtsgericht Düsseldorf hat mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Prof. Rolf Rattunde zum Sachwalter bestimmt und die Eigenverwaltung des WGF-Vorstands angeordnet. Der Sachwalter Rattunde hat hierbei die Aufgabe, die Eigenverwaltung nach Maßgabe der Insolvenzordnung zu überwachen.

Krise durch Jahresabschluss 2011 offenkundig

Die Krise der WGF wurde durch die Veröffentlichung des Jahresabschlusses am 11.12.2012 offenkundig und dabei wurden die schlimmsten Erwartungen übertroffen. Für das Jahr 2011 wurde ein Bilanzverlust von EUR 71,3 Mio. ausgewiesen. Nach WGF-Angaben erklärt sich der Jahresverlust vor allem durch ,,strategische Desinvestments und bilanztechnische Maßnahmen", insbesondere Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Angeblich mussten jetzt konservative Wertberichtigungen auf die Beteiligungen und die Forderungen an verbundenen Unternehmen für die Jahre 2011 und 2012 vorgenommen werden. Die WGF-Immobilienbestände werden schon seit 2010 in den zur WGF gehörenden Objektgesellschaften gehalten. Daher müssen sich alle WGF-Verantwortlichen die Frage gefallen lassen, warum im Jahresabschluss 2010 die Anteile an verbundenen Unternehmen noch mit rund EUR 126 Mio. bewertet wurden, wenn sie jetzt nur noch rund EUR 67 Mio. wert sind. Erfahrene Anlegerschützer wie der BSZ e.V. Vertrauensanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Steinhübel sind skeptisch, ob angesichts der veröffentlichten Verlustzahlen eine Sanierung möglich ist. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel: ,,Unsere Kanzlei hat schon häufiger erfahren, dass prognostizierte Sanierungen letztlich nur unternehmerisches Wunschdenken waren."

Rechte betroffener Anleger

Geschädigte Anleger können jedoch bei einer möglichen Verteilung der Insolvenzmasse nur berücksichtigt werden, wenn sie ihre Forderungen bis zum 26.04.2013 beim Sachwalter anmelden. Darüber hinaus kommen Schadensersatzansprüche gegen Kreditinstitute und Anlageberater, die fehlerhaft beraten haben, in Betracht. Diese haben oftmals über Risiken nicht vollständig aufgeklärt und WGF-Kapitalanlagen als absolut sicher und ideal zum Vermögensaufbau verkauft. Ein solcher Schadensersatzanspruch ermöglicht den betroffenen Anlegern die Rückabwicklung ihrer Kapitalanlage.

BSZ e.V. Vertrauensanwalt Dr. Steinhübel hierzu: ,,WGF-Anleger sollten zeitnah ihre berechtigten Ansprüche von einer erfahrenen Anlegerschutzkanzlei überprüfen lassen. Denn nur so ist eine wirkungsvolle und erfolgreiche Vertretung vor allem im Insolvenzverfahren gewährleistet." Es bestehen daher gute Gründe für betroffene WGF-Anleger sich der BSZ e.V.-Interessengemeinschaft WGF AG anzuschließen.

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 05. 03. 2013 wieder. Hiernach eintretende Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt und können zu einer anderen Einschätzung führen.
Drsthü