Vertreter der brasilianischen bäuerlichen Familienbetriebe auf der BioFach 2017

connektar.de Presseverteiler, 8. Februar 2017

Die Delegation u.a. mit sechs Aussteller wird angeführt durch Herrn José Ricardo Roseno, Leiter des Sondersekretariats Familienlandwirtschaft und Agrarentwicklung (SEAD)

Die landwirtschaftlichen Familienbetriebe Brasiliens werden auch 2017 bei der größten Messe der Welt für Bio-Lebensmittel, der Biofach, vertreten sein. Das Sondersekretariat für Familienlandwirtschaft und Agrarentwicklung (Sead) hat sechs Kooperativen die Teilnahme an der Messe ermöglicht, die vom 15. bis 18. Februar in Nürnberg stattfindet. Ihre Produkte werden am Brasil - Family Farming Stand (Halle 2 / 2-430) zu sehen sein.

José Ricardo Roseno, der Leiter der Behörde, die aus dem früheren Ministerium für Agrarentwicklung hervorgegangen ist, wird die Delegation bei dieser 14. Teilnahme des Sead anführen. 2016 wurden von den Delegationsteilnehmern auf der Messe Geschäfte mit einem Volumen von 2 Millionen Dollar abgeschlossen. Hur Ben Corrêa da Silva, Koordinator für Familienlandwirtschaft und internationale Zusammenarbeit beim Sead, betont das Exportpotential der Familienlandwirtschaft und die Bedeutung der Messeteilnahme für den Export ihrer Erzeugnisse.

Heloisa Fontes, die für die Messeteilnahme des Sead verantwortlich zeichnet, betont, dass Produkte aus bäuerlichen Familienbetrieben im Ausland gerne gekauft werden. "In der Vergangenheit hatten Produkte aus bäuerlichen Familienbetrieben einen Anteil von 28% an den Agrarexporten. Auf den Auslandsmärkten gibt es großes Interesse an Produkten, die soziologische und biologische Diversität begünstigen, sowie Produkten aus nachhaltigem Extraktivismus und indigenen sowie traditionellen Gemeinschaften. Dies alles gehört zur vielfältigen biologischen Familienlandwirtschaft dazu" hebt sie hervor.

Im Vorfeld der Bio-Messe wird die Delegation (bestehend aus Vertreter des SEAD, der Fachkonferenz kleinbäuerliche Landwirtschaft des Mercosul REAF, des Brasilianischen Dienstes für kleine und mittlere Unternehmen (SEBRAE) und sechs bei der BIOFACH ausstellende Genossenschaften) ein Besuchsprogramm absolvieren, bei dem es vornehmlich um Erfahrungen mit Beratung und zusätzlichen Einnahmequellen für landwirtschaftliche Betriebe geht, insbesondere die Gewinnung erneuerbarer Energien und ihre Vermarktung. Am 13. Februar besucht die Delegation das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt und anschließend die Biogasanlage Naturenergie Lauterhofen GmbH & Co KG. besuchen. Am 14. Februar folgt einer Führung bei ebl-naturkost GmbH & Co. KG in Fürth und anschließend durch einer denn's Filiale in Nürnberg.

Das Besuchsprogramm wird von der Handelsabteilung der Brasilianischen Botschaft in Berlin (SECOM Berlin) organisiert und angeführt.

Anschließend wird die Delegation an der Biofach teilnehmen. Am Messestand 2-432 in Halle 2 gibt es Kostproben und Informationen zu Produkten von bäuerlichen Familienbetrieben aus Brasilien wie Nüsse, Cachaças, Caipirinha, Honig, Marmeladen und Süßspeisen, Kakao und Reis.

Einer der Teilnehmer ist der Inhaber der Cachaça-Destille Weber Haus, Evandro Weber. Sein Unternehmen exportiert 30% der Produktion in 16 verschiedene Länder. Evandro Weber ist nicht zum ersten Mal auf der Biofach. "Auf der Messe gibt es durch den persönlichen Kontakt mit dem Kunden die Möglichkeit zu verhandeln und engere Partnerschaften zu schließen. Der persönliche Kontakt vereinfacht vieles im Vergleich zur unpersönlichen E-Mail", so Weber. Weber Haus wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, so mit dem "O Sul Familiar Expointer" und diversen anderen wie den Top 100 des Jahres in der Gastronomie der "Academia Brasileira de Honrarias ao Mérito"

Der Reisproduzent Luiz Fernando Bendo von der Kooperative Coopersulca, im Bundesstaat Santa Catarina ist hingegen zum ersten Mal auf der Biofach und hat hohe Erwartungen: "Wenn wir neue Märkte im Ausland erschließen, können wir unsere Produktion ausweiten. Die Konkurrenz auf dem Inlandsmarkt ist hart. Wenn wir die Arbeitsplätze auf dem Land erhalten und die Produktion erhöhen wollen, müssen wir unbedingt neue Märkte erschließen. Am Stand sind ferner die brasilianischen Genossenschaften Cooperacre, Coodapis, Coopfam und Copotran vertreten.

Von 15. bis 17. Februar, bietet sich zudem auch die Möglichkeit, im Rahmen des BioFach Kongresses mehr über den brasilianischen Genossenschaften zu erfahren: Über Weber Haus und Coodapis am 15.2 um 14 Uhr im Saal Riga, über Coopersulca und Cooperacre am 16.2 um 10 Uhr im Saal Singapur und über Copotran und Coopfam am 17.2 um 14 Uhr im Saal Athen.

Für weitere Informationen und Termine während der Biofach kontaktieren Sie bitte:

Heloisia Batista Correia Fontes
Handelsreferentin - Sondersekretariat für Familienlandwirtschaft und Agrarentwicklung (Sead)
E-Mail: heloisia.fontes@mda.gov.br
Tel.: +55 61 2020-0633

Guarani de Morais
Handelsreferent
Handelsabteilung der Brasilianischen Botschaft (SECOM)
E-Mail: guarani.morais@itamaraty.gov.br
Tel. +49 (30) 72628 116

Über das Sead:

Das Sondersekretariat für Familienlandwirtschaft und Agrarentwicklung (Sead) fördert Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Brasiliens, die Demokratisierung des Zugangs zu landwirtschaftlichen Nutzflächen, das Landmanagement, die Inklusion von Menschen in den Produktionsprozess und die Erhöhung der Rentabilität bäuerlicher Familienbetriebe. Damit trägt es zur Ernährungssicherheit, zum Umweltschutz und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes bei. Alle entwickelten und umgesetzten Programme haben zum Ziel, die Arbeitsbedingungen in ländlichen Brasilien zu verbessern und die bäuerlichen Familienbetriebe, im Zuge der Landreform angesiedelte Menschen sowie indigene Völker und traditionelle Gemeinschaften zu unterstützen.

Nähere Informationen unter

Sondersekretariat für Familienlandwirtschaft und Agrarentwicklung (Sead)
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Kontakt: +55 61 2020-0128 / 0127 sowie imprensa@mda.gov.br
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Die Hauptaufgabe der Handelsabteilung (SECOM) der Brasilianischen Botschaft in Berlin besteht in der Förderung der Wirtschafts-, Handels- und Unternehmensbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien. Brasilianische Unternehmen, die nach Deutschland exportieren oder dort investieren wollen, werden unterstützt, darüber hinaus wird bei der Kontaktaufnahme von potentiellen deutschen Investoren zu brasilianischen Partnern Hilfe geleistet.

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