Deutsche Presse Agentur

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist eine Nachrichten-Agentur, die kurz nach dem Kriege im Jahr 1949 in Deutschland gegründet wurde. Mit Sitz in Hamburg hat sich die Deutsche Presse-Agentur zu einer bedeutenden, weltweite aktiven Nachrichten-Agentur entwickelt. Nachrichten-Agenturen sorgen dafür, dass Printmedien, Rundfunk, Fernsehen, Internet-Dienste und weitere Interessenten mit aktuellen News und Hintergrundinformationen vorsorgt werden. Gegenwärtig (November 2010) ist der Umzug von dpa nach Berlin in Arbeit.

Die Deutsche Presse-Agentur bietet ein umfassendes Nachrichten- und Informations-Angebot für vergleichbar hohe Entgelte an, was dazu führt, dass einige Print-Medien inzwischen ihre Dienste bei der dpa ganz oder teilweise gekündigt haben und ihre Informationen direkt aus dem Internet und ergänzenden Recherchen beschaffen. Trotzdem ist die dpa noch die größte Presse-Agentur im deutschsprachigen Raum. News werden aber nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch, Spanisch und Arabisch geliefert. Die Deutsche Presse-Agentur ist in 80 Ländern, verteilt über die ganze Welt, vertreten. Man hat aber den Schwerpunkt in Deutschland und bietet hier auch zwölf Landesdienste über regionale Büros an.

Die Aufgaben von dpa sind die Aufgaben, die für jede Presse- oder Nachrichten-Agentur gelten. Es geht um das Sammeln, die Verarbeitung und das Verbreitung von News aller Art. Hierzu gehören nicht nur Textinformationen, sondern auch Audio-, Bild-, Bewegtbild- oder sonstiges Archiv-Material.

Vom Verständnis her sollten Presse-Agenturen unparteiisch und weitgehend unabhängig von Wirtschafts- oder sonstigen Interessen ihre Aufgaben wahrnehmen. Dies ist bei der Deutschen Presse-Agentur durch Satzung, historische Entwicklung und Eigentümerstruktur abgesichert. Die dpa befindet sich im Eigentum von ca. 190 Medien-Unternehmen aus den Bereichen Print, Rundfunk und Verlagswesen. Jeder einzelne Anteilseigner der GmbH hat nicht mehr als 1,5 % des Stammkapitals. Allerdings ist die Deutsche Presse-Agentur als GmbH kein gemeinnütziges Unternehmen und auch nicht öffentlich-rechtlich verankert, wie man es von öffentlichen Rundfunkanstalten her kennt. Nach dem eigenen Verständnis sieht sich aber die Deutsche Presse-Agentur nicht als auf Profit ausgerichtetes Unternehmen. Durch den Berlin-Umzug mache man auch gegenwärtig bei der dpa keine Gewinne, wusste die Financial Times Deutschland zu berichten.

Pluspunkt für die Kunden der Deutsche Presse-Agentur ist die genormte Übermittlung der Meldungen. Durch das immer wieder erkennbare Schema haben es die Journalisten leichter, die Texte und Bilder in eigene Meldungen zu transportieren. Werden in den anschließend zu publizierenden Artikel weite Teile unverändert übernommen, dann ist dieses "Copy-and-Paste"-Verfahren zwar keine journalistische Glanzleistung, aber doch zulässig, wenn der Artikel den Bezug zur dpa herstellt. Für Online-Nutzungen ist aber dieses Verfahren problematisch, auch weil Suchmaschinen wie Google versuchen, "doppelten Content" aus dem Ranking herauszunehmen.

Ein weiterer Pluspunkt der Deutschen Presse-Agentur ist ihr weltweites Korrespondenzen-Netz. Damit kann der Redakteur im Medium sicher sein, dass Meldungen außerhalb Deutschlands von einem dpa-Mitarbeiter recherchiert wurden. Dieser kann natürlich lokale Nachrichten-Agenturen nutzen, hat aber die Verantwortung, jede eigene Meldung durch eigene Recherchen abzusichern. Deshalb wird die Qualität der Arbeit der Deutschen Presse-Agentur selten angezweifelt. Kritikpunkte ergeben sich nur aus der Frage, ob denn angesichts der Internet-Entwicklung die Art der Arbeit der Nachrichten-Agenturen noch zeitgemäß ist; bzw. ob sie für Redakteure noch ausreichenden Nutzen im Vergleich zu einer direkten Recherche mit starkem Internet-Anteil haben.

Der "dpa-Basisdienst" ist das wichtigste Angebot, dass die Deutsche Presse-Agentur seinen Kunden bietet. Es handelt sich um viele hundert, täglich neu zu übermittelnde, aktuelle und relevante Meldungen aus allen Bereichen der Berichterstattung. Der Basisdienst wird über eine Monatspauschale abgerechnet, die je nach Medienresonanz (Anzahl der Leser oder Nutzer) unterschiedlich hoch ausfällt. Aus diesem Basisdienst können dann beliebige Meldungen herausgegriffen und ergänzt um eigene Recherchen publiziert werden. Ein zusätzliches Entgelt fällt dann nicht mehr an. Außer dem Basisdienst gibt es noch weitere Spezialangebote - auch in Fremdsprachen - der Deutschen Presse-Agentur.