Abnehmen - den unbewussten Spielraum nutzen.

, 17. Juli 2009

Gewohnheiten beeinflussen einen Großteil unseres Verhaltens. Dies trifft auch auf unser Essverhalten zu.
Der Schlüssel für ein dauerhaftes Normalgewicht liegt bei den unbewussten Entscheidungen, die durch gute oder schlechte Gewohnheiten beeinflusst werden. Gelingt es, die eine oder andere Gewohnheit abzulegen, bzw. neue Verhaltensweisen einzuüben, wird man automatisch abnehmen und dies tatsächlich ohne Verzicht oder Diäten.

Brian Wansink, ein amerikanischer Professor für Marketing und Ernährungswissenschaften, behauptet in seinem Buch „Essen ohne Sinn und Verstand“, dass was und wie wir essen, von täglich 200 Entscheidungen abhängt. Davon werden 90% unbewusst getroffen. Nach seiner Auffassung, die er in zahlreichen Versuchen bestätigt findet, sind die unbewusst getroffenen Entscheidungen dafür verantwortlich, ob wir normalgewichtig bleiben oder übergewichtig werden.

Wenn neunzig Prozent der Entscheidungen, was oder wie wir essen, vom Unterbewusstsein gesteuert werden, stellt sich die Frage ob es überhaupt möglich ist, über die restlichen 10% erfolgreich und dauerhaft abnehmen zu können.
Wir von Kilokill behaupten, dass dies nicht möglich ist. Dass unsere Meinung zutreffend ist, wird dadurch bestätigt, dass es kaum jemanden gelingt, über Diäten oder Ernährungsprogramme, die eine bewusste Veränderung des Essverhaltens bewirken sollen, dauerhaft abzunehmen.
Die unbewussten Steuerungsmechanismen werden früher oder später die Oberhand gewinnen.

Im bereits erwähnten Buch von Brian Wansink, findet sich ein Kapitel über den so genannten unbewussten Spielraum.
Wansink erklärt darin, dass es einen Bereich in unserem unbewussten Verhalten gibt, in welchem wir nicht bewusst wahrnehmen, wie wir uns verhalten.
Ins tägliche Essverhalten übertragen, bedeutet dies, dass es uns nicht auffällt, ob wir 200 Kcal. über unseren Energiebedarf oder unter unserem Energiebedarf Nahrung zu uns nehmen.
200 Kcal. mehr bedeuten aber ca. 9 Kilogramm Gewichtszunahme im Jahr. Umgekehrt, kann man dadurch natürlich auch 9 Kg pro Jahr abnehmen.

Fazit:
Die Nahrungsaufnahme ist ein elementares Bedürfnis des Körpers, welches sich unserem bewussten Handeln entzieht. Immer wenn wir versuchen, unsere Nahrungsaufnahme bewusst zu steuern (Diät, Kalorien zählen, Entsagung von Genuss etc.) kommen wir in einen Stresszustand.
Dieser wird noch dadurch verstärkt, dass wir glauben, abnehmen muss schnell und radikal passieren.
Aber je größer die Entbehrungen, desto schlimmer ist der Rückfall und in kurzer Zeit sind die verlorenen Pfunde wieder angefuttert.
Erfolgreich abnehmen ist möglich, wenn man seine Gewohnheiten erkennt, verändert und dadurch die unbewussten Entscheidungen in Richtung Normalgewicht programmiert.