Wertebildung und Sinnstiftung im Erziehungsalltag
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Punkt-Genau-Seminare
Schritt für Schritt mit eigenen Werten ins eigene Leben finden
(PR-inside.com 09.07.2006 20:44:24) Ausdrucken Per e-Mail empfehlen Was können Eltern oder Erziehungsverantwortliche tun, damit Kinder einen Sinn/ein Gespür für rechte Werte entwickeln? Wie kann eine wertorientierte Erziehung Kinder befähigen, in einem Prozess lebenslangen Lernens Selbstachtung, Toleranz und soziale Verantwortung zu entwickeln? Wie können wir positive emotionale und soziale Fähigkeiten wie auch konstruktive Konfliktlösung und Toleranz fördern? Wie entsteht innere
Verpflichtung, innere Verbindlichkeit gegenüber bestimmten als richtig erkannten Werten?
Werte sind Leitlinien, die dem Menschen Orientierung geben, die Handlungsziele vorgeben und für die Sinnbildung bedeutsam sind. Werte haben eine Führungsrolle im menschlichen Tun und Lassen inne, wo immer Menschen etwas wünschen oder "wichtig" finden, als Personen Stellung nehmen und Urteile aussprechen. Werte müssen den Trägern keineswegs immer voll bewusst sein. Sie können in soziale Gewohnheiten, "Normen" und kulturelle "Selbstverständlichkeiten" eingelagert sein. Werte verbergen sich hinter unseren "Idealen" und in Entwürfen unserer individuellen, aber auch unserer gesellschaftlichen Ethik. Werte sind in komplexer Weise auf "Bedürfnisse" hin orientiert, wenn auch eine nähere Zuordnung zwischen ihnen ziemlich schwierig ist. Was ist richtig, was darf man, was darf man nicht tun? Wofür soll man sich Mühe geben? Wozu soll man Kinder erziehen? Was ist der Sinn des Lebens? Und gibt es etwas, wofür es sich lohnt, sein Leben einzusetzen? Viele Lebensorientierungen sind uns als Antwort auf solche Fragen vertraut: Erfüllung in der Arbeit, Zufriedenheit durch Dienst für andere, Freude an vollbrachten Leistungen, Streben nach Selbständigkeit, Selbstverwirklichung. Orientierungshilfen können auch begrenzen: z. B.: Straßenschilder, Straßenbahnleitungen Echtheit, Glaubwürdigkeit, Gemeinschaft, Freundschaft, Sicherheit, Angstfreiheit im Alltag, Nähe zur Natur, Verlässlichkeit, Formen von Verzicht, Formen von neuer Spiritualität, neue bewusste Langsamkeit, oder auch Kritikfähigkeit, Solidarität, Toleranz, Autonomie, Fähigkeit zum Diskurs, Akzeptanz anderer Wertmaßstäbe und Lebensstile und vieles mehr. Das Kind auf der Suche nach Identität, vom Kind zum Erwachsenen, bewegt sich im Spannungsfeld von Wahrhaftigkeit und Lüge, Glücksvorstellungen und Glücksversprechen, Sucht und Rausch, Freundschaft, Liebe und Sexualität, Ehe und Familie, Arbeit, Freizeit, Muße, Leben in einer humanistisch geprägten, Kultur, Schuld und Strafe, Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen, begrenzte Ressourcen auf der Erde, Mensch und Natur, Rollenverständnis der Geschlechter, Tod und Sterben, Gewissen und Gewissensbildung, Vorurteile und Diskriminierung, Konflikte, Gewalt, Aggression, Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Wirklichkeit, (religiöse) Verankerung, kulturelle Prägungen im Zusammenleben, eine Moral oder viele Morales, die Menschenwürde - Begründungen und, Gefährdungen, der einzelne und der Staat, Krieg und Frieden, Herausforderungen der Transplantationsmedizin, Chancen und Risiken von Großtechniken, Gentechnik usw. Dabei weiß das Kind von alledem nur wenig und trotzdem sucht es tagtäglich kindgerechte Antworten zu all diesen Spannungspolen. Auf welche Weise müssen wir da-sein damit es sich für das Kind als hilfreich entpuppt? Schön ist es in diesem Zusammenhang, wenn es uns Eltern über die eigene Person zu vermitteln gelingt, - dass es wertvoll ist, wenn ein Mensch etwas ganz Bestimmtes kann, - dass es wertvoll ist, wenn sich ein Mensch für bestimmte Dinge, die er/sie aufgrund der eigenen Überzeugung für wichtig und gut hält, auch einsetzt. Wichtig ist, dass sich die Eltern der Auseinandersetzung mit den Kindern/Jugendlichen stellen. Sprich, dass sie deutlich machen, - das, was sie meinen - das, was sie wollen - warum sie es wollen Erziehung ist Aushandelsbeziehung, wobei das Aushandeln verlässlich sein muss. Es muss sich für die Kinder/Jugendlichen in dem Sinne lohnen, dass sie merken, wenn ich mich auseinandersetze, kann ich etwas beeinflussen. Natürlich können und müssen wir von Kindern/Jugendlichen auch bestimmte Selbstverständlichkeiten und Verlässlichkeiten erwarten. Jugendliche brauchen Vorbilder - an denen sie sich orientieren können - mit denen sie sich vergleichen können - an denen sie sich messen können Die Vorbilder müssen sich selbst, ihren Gefühlen und Handlungen, vertrauen können. Kinder/Jugendliche wünschen sich Vorbilder, die auch einmal Räume entstehen lassen können, in die hinein sich die kindliche/adoleszente Ambivalenz Bahn brechen kann. Sie wollen sich zu deutsch auch einmal zumuten dürfen. Denn nur in dem es sich so ereignen darf, kann Handeln wirklich erprobt werden und können sich Emotionen - weil sie in der Beziehung ihren Platz haben - auch ausdifferenzieren. Kinder/Jugendliche erkennen nämlich schnell, ob vermittelte Werte von den Erwachsenen auch wirklich durchdrungen sind, oder ob sie nur die Oberfläche zieren. Gerade an dieser Nahtstelle wird schnell das tatsächlich gelebte Leben sichtbar. Die Erwachsenenrolle gegenüber den Kindern/Jugendlichen verantwortlich auszufüllen ist nicht leicht. Allerdings sind realistische Vorbilder nun einmal Menschen mit kleinen Fehlern und Schwächen. Obwohl die Kinder/Jugendlichen das selbst wissen und auch gar nicht mehr erwarten, wollen sie das von den Erwachsenen selbst erfahren. Sie richten jede Menge Erwartungen an die Erwachsenen, an die Aufgaben, die sie erfüllen, an ihr Verhalten, an ihre Einstellungen und Werte, an die Beziehungen, die sie mit ihnen eingehen. Die Position und die Funktion der Eltern in der Familie wird fortwährend kritisch beleuchtet. Die Erwartungen richten sich auch durchaus auf die Eigenschaften, die ein Elternteil mitbringt ( mitzubringen hat ). Das klngt furchtbar anstrengend, kann aber wunderbar Spaß machen, wenn sich Eltern verbindlich darauf einlassen. Praxis für Psychotherapie, Supervision, Coaching, Mediation und Prozessgestaltung Mörikestraße 29 74523 Schwäbisch Hall Tel.: 0791/71552 E-Mail: joachim.armbrust@t-online.de http://www.Punkt-Genau-Seminare.de
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