Wachleute sollen Berliner Schulen schützen
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Berlin (dpa) - Zum Schutz vor Gewalt an Schulen will ein Berliner Stadtbezirk erstmals in Deutschland private Wachleute einsetzen. Der Bürgermeister des Problembezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), kündigte das am Freitag als Konsequenz aus zahlreichen Gewalttaten in den Schulen an. «Wir können den Eltern den Schutz und die Sicherheit ihrer Kinder nicht mehr garantieren.» Mehr als ein Jahr nach den bundesweit Aufsehen erregenden Vorfällen an der Neuköllner Rütli-Schule wird in der Hauptstadt nun erneut heftig über die Zustände an den Schulen in sozialen Problembezirken
debattiert.
Letzter Anstoß für den viel beachteten Vorstoß war Mitte Juni der Angriff eines schulfremden Jugendlichen, der auf dem Hof der Röntgen-Oberschule in Neukölln einen Lehrer niederschlug. Nach Angaben des Bezirksbürgermeisters gab es an den 76 Neuköllner Schulen in den vergangenen zwei Jahren 53 schwerwiegende Gewaltvorfälle durch Angreifer von außen. Die Sicherheitsdienste sollen auf Wunsch der Schulleitungen zum Einsatz kommen. Sie könnten ihre Arbeit mit Beginn des neuen Schuljahrs Mitte August aufnehmen, sagte Buschkowsky. Das bisherige Echo war geteilt. Die Berliner CDU unterstützt das Konzept als «Sofortmaßnahme». Die Bildungsgewerkschaft GEW lehnt den Vorstoß in dieser Form ab und verweist auf die Schutzpflicht der Polizei.
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