WWF: EU-Fischfangquoten viel zu hoch - Hamburg (dpa) - Die Umweltorganisation WWF hat der EU eine verfehlte Fischereipolitik vorgeworfen und eine Mitschuld an der Überfischung der Meere gegeben. «Die EU hat es auch fünf Jahre nach der Reform ihrer Fischereipolitik nicht geschafft, die Ausbeutung der Meere zu stoppen», sagte WWF-Expertin Karoline Schacht in Hamburg.
80 Prozent der Fischbestände vor den Küsten Europas seien nach einer Analyse des WWF (World Wide Fund for Nature) bis an die biologischen Grenzen befischt oder überfischt. Ursachen seien zu hohe Fangquoten, eine zu große Fischereiflotte und ein mangelhaftes Fischerei-Management. Die EU-Fischereiminister werden Ende des Jahres über neue Fangquoten beraten.