Verband der Redenschreiber feiert 10-jähriges Bestehen - Zehn Jahre am Thema vorbei – und doch immer wieder ins Schwarze getroffen: Unter dieser selbstbewussten Überschrift feierte der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) im Arp-Museum in Remagen bei Bonn sein 10-jähriges Bestehen. In einem Festvortrag berichtete der Journalist und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki über seine Beobachtungen zur Redekultur in Literatur und Wirklichkeit. "Die Lüge des Marc Anton aus Shakespeares Julius Cäsar setzt sich in unsern Reden fort", so Reich-Ranicki. Nicht jeder, der reden kann, sei auch als Politiker oder für öffentliche Ämter geeignet. Vor der Jubiläumsfeier hatte die Mitgliederversammlung Minita von Gagern als Präsidentin sowie Thomas Maess als Vizepräsident für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.
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Verband der Redenschreiber feiert 10-jähriges Bestehen

2008/06/05 07:17

Pressemeldung von:
Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS)
Zehn Jahre am Thema vorbei – und doch immer wieder ins Schwarze getroffen: Unter dieser selbstbewussten Überschrift feierte der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) im Arp-Museum in Remagen bei Bonn sein 10-jähriges Bestehen. In einem Festvortrag berichtete der Journalist und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki über seine Beobachtungen zur Redekultur in Literatur und Wirklichkeit. "Die Lüge des Marc Anton aus Shakespeares Julius Cäsar setzt sich in unsern Reden fort", so Reich-Ranicki. Nicht jeder, der reden kann, sei auch als Politiker oder für öffentliche Ämter
Verband der Redenschreiber feiert 10-jähriges Bestehen
geeignet.

Vor der Jubiläumsfeier hatte die Mitgliederversammlung Minita von Gagern als Präsidentin sowie Thomas Maess als Vizepräsident für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. "Nach zehn Jahren Verbandsarbeit sind Redenschreiber heute im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen", so Minita von Gagern. Redenschreiber seien Menschen, die die Weisheit und den Witz der Jahrtausende vorsortiert und gebündelt in den Dienst der Rede-Botschaft stellen und damit Grundlagen für den Auftritt eines Redners bilden. "Der VRdS hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass heute in Hunderten von Debattierclubs in Universitäten und Schulen die freie Rede geübt werden kann."

Der Initiator des Verbands und jetzige Ehrenpräsident Dr. Thilo von Trotha ging in seinem Rückblick auf Befürchtungen vor einer Überfremdung der deutschen Sprache durch Anglizismen ein. Bedenklich sei, wenn auf Dauer deutsche Professoren in Deutschland vor deutschen Studenten in englischer Sprache lehren. "Die Weiterentwicklung der Sprache speist sich im Wesentlichen aus zwei Quellen: Straße und Wissenschaft." Wenn die Wissenschaft ihren Beitrag zur Entwicklung der deutschen Sprache nicht mehr leiste, gehe die Sprachloyalität schlimmstenfalls verloren. Von Trotha rief dazu auf, die Sprache als "Werkzeug unseres Redens und Denkens" zu pflegen.

Der Verband der Redenschreiber war 1998 in Bonn gegründet worden. Heute zählt er mehr als 430 Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.vrds.de
 

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