US-Firma lieferte alte Schrottmunition nach Afghanistan - Washington (dpa) - Eine obskure für das Pentagon tätige Waffenfirma hat nach einem Bericht der «New York Times» über 40 Jahre alte Waffen und Munition nach Afghanistan geliefert. Das Vertragsvolumen habe 300 Millionen Dollar (rund 190 Millionen Euro) betragen. Das Unternehmen mit dem Namen AEY, das von einem 22- jährigen Mann in Miami geführt wurde, sei einer der Hauptlieferanten von Munition für die afghanische Armee und Polizei gewesen, schrieb das Blatt am Donnerstag. Die US-Streitkräfte hätten die Zusammenarbeit mit dem Waffenhändler inzwischen aufgekündigt. Teile der Munition, die AEY Inc.
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US-Firma lieferte alte Schrottmunition nach Afghanistan

2008/03/27 11:35

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Washington (dpa) - Eine obskure für das Pentagon tätige Waffenfirma hat nach einem Bericht der «New York Times» über 40 Jahre alte Waffen und Munition nach Afghanistan geliefert. Das Vertragsvolumen habe 300 Millionen Dollar (rund 190 Millionen Euro) betragen.

Das Unternehmen mit dem Namen AEY, das von einem 22- jährigen Mann in Miami geführt wurde, sei einer der Hauptlieferanten von Munition für die afghanische Armee und Polizei gewesen, schrieb das Blatt am Donnerstag. Die US-Streitkräfte hätten die Zusammenarbeit mit dem Waffenhändler inzwischen aufgekündigt.
US-Firma lieferte alte Schrottmunition nach Afghanistan
Afghanischer Polizist vor Stacheldraht (Archvibild). Die afghanischen Sicherheitskräfte wurden angeblich mit alter Schrottmunition beliefert.

Teile der Munition, die AEY Inc. aus Lagerbeständen ehemaliger Warschauer-Pakt-Staaten zusammengekauft hatte, waren bereits zur Vernichtung durch die NATO oder US-Stellen vorgesehen, da sie unzuverlässig und veraltet waren. Amerikanische und afghanische Kommandeure hätten sich über die Qualität der Munition beklagt, berichtet die «New York Times». Der Chef des Unternehmens bestritt in einem Telefoninterview jegliches Fehlverhalten.

Die afghanischen Sicherheitskräfte sind noch weitgehend mit Waffen aus sowjetischer Produktion ausgerüstet. Seit 2006, als die Kämpfe in Afghanistan gegen das Terrornetz El Kaida und die radikal-islamischen Taliban an Intensität zugenommen haben, hängt das afghanische Militär immer mehr von US-Lieferungen ab. Die USA schalteten in den Waffenhandel zunehmend private Firmen ein. In diesem Zusammenhang trat auch die Firma AEY auf den Plan. Einige der Mittelsmänner und der Firmen, die für AEY Inc. arbeiteten, standen auf einer US- Regierungsliste über verdächtige illegale Waffenhändler.



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