UN: Keine Einigkeit in Sachen Iran-Resolution - New York/Teheran (dpa) - Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sind grundlegende Differenzen über die neue UN-Resolution gegen das iranische Atomprogramm aufgebrochen. Südafrika, aber auch Katar und Indonesien legten am Mittwoch im höchsten UN-Gremium Änderungsanträge vor, die den von den fünf Vetomächten und Deutschland mühsam ausgehandelten Sanktionskatalog abmildern sollen. Mit einer Abstimmung über den Entwurf ist deshalb kaum mehr in dieser Woche zu rechnen. Der oberste iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei lehnte unterdessen erneut ein Einlenken im Atomstreit ab. Das Thema Kernenergie sei für sein Land noch bedeutender als die Verstaatlichung der Ölindustrie in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sagte Chamenei nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens in Mesched im Nordosten des Landes.
Pressemitteilungen international in 15 Sprachen für 22 Länder kostenlos einstellen
Pressemitteilungen Kleinanzeigen

UN: Keine Einigkeit in Sachen Iran-Resolution

2007/03/22 12:59

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
New York/Teheran (dpa) - Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sind grundlegende Differenzen über die neue UN-Resolution gegen das iranische Atomprogramm aufgebrochen.

Südafrika, aber auch Katar und Indonesien legten am Mittwoch im höchsten UN-Gremium Änderungsanträge vor, die den von den fünf Vetomächten und Deutschland mühsam ausgehandelten Sanktionskatalog abmildern sollen. Mit einer Abstimmung über den Entwurf ist deshalb kaum mehr in dieser Woche zu rechnen.

Der oberste iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei lehnte unterdessen erneut ein Einlenken
UN: Keine Einigkeit in Sachen Iran-Resolution
Irans Regierungschef Ahmadinedschad: Bei den Sanktionen gegen sein Land gibt es in der UN keine Einigkeit.
im Atomstreit ab. Das Thema Kernenergie sei für sein Land noch bedeutender als die Verstaatlichung der Ölindustrie in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sagte Chamenei nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens in Mesched im Nordosten des Landes. Wer in dieser Angelegenheit Zugeständnisse machen würde, würde die kommenden Generationen von Iranern betrügen.

Der Sicherheitsrat will schärfere Sanktionen gegen den Iran verhängen, weil das Land sich weigert, seine Urananreicherung wie gefordert einzustellen. Vor allem die von Südafrika vorgelegten Vorschläge gehen nach Ansicht von Diplomaten aber sogar noch hinter die Resolution zurück, die im Dezember beschlossen worden war. Das afrikanische Land schlägt vor, die Strafmaßnahmen gegen den Iran 90 Tage auszusetzen, um Zeit für politische Gespräche zu gewinnen.

Auch der UN-Botschafter von Katar, Nassir Abdel Assis al-Nasser, sagte, die neue Resolution dürfe nicht zu scharf sein. «Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen», sagte er. «Wir müssen die Tür für Verhandlungen offen lassen.» Die USA reagierten zurückhaltend. Ihr UN-Vertreter Alejandro Wolff sagte, er halte Einstimmigkeit im Rat für wichtig. «Der Inhalt ist aber ebenso wichtig.»

Die neuen Vorschläge müssen nun mit den jeweiligen Hauptstädten abgestimmt werden. Für diesen Donnerstag war eine weitere Ratssitzung in New York geplant. «Ich kann nicht sehen, dass wir diese Woche noch zu einer Abstimmung kommen», sagte al-Nasser. Die Vereinten Nationen fürchten, dass der Iran an einer Atombombe arbeitet.



Kontakt zum Autor des Artikels:
 

Kommentare




Kommentar schreiben
Überschrift Name
Ihr Kommentar (max. 400 Zeichen)
captchas

Bitte den oben stehenden Code eingeben.
Social Bookmarking
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Ma.Gnolia Bookmark bei: Netvouz

zurück zur Kategorieseite: Medien / Medienpädagogik
Dieser Artikel wurde 1384 Mal gelesen


 
 

Presseartikel nach Autoren
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z