UNICEF-Geschäftsführer soll Amt ruhen lassen - Nach den Verschwendungsvorwürfen gegen UNICEF hat die Deutschland-Vorsitzende Heide Simonis den Geschäftsführer aufgefordert, seine Tätigkeit bis zur vollständigen Aufklärung ruhen zu lassen. Entgegen der Erklärungen von Geschäftsführer Dietrich Garlichs habe der Vorstand von den kritisierten Vorgängen nichts gewusst, sagte Simonis am Donnerstag in Kiel. «Ich habe ihn bis heute 16 Uhr aufgefordert, diese falschen Behauptungen zu korrigieren», erklärte die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin. Garlichs kam der Aufforderung nicht nach. «Er nimmt dazu heute nicht Stellung», sagte eine Sprecherin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen am Donnerstag in Köln.
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UNICEF-Geschäftsführer soll Amt ruhen lassen

2007/11/30 08:32

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Nach den Verschwendungsvorwürfen gegen UNICEF hat die Deutschland-Vorsitzende Heide Simonis den Geschäftsführer aufgefordert, seine Tätigkeit bis zur vollständigen Aufklärung ruhen zu lassen. Entgegen der Erklärungen von Geschäftsführer Dietrich Garlichs habe der Vorstand von den kritisierten Vorgängen nichts gewusst, sagte Simonis am Donnerstag in Kiel. «Ich habe ihn bis heute 16 Uhr aufgefordert, diese falschen Behauptungen zu korrigieren», erklärte die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin. Garlichs kam der Aufforderung nicht nach. «Er nimmt dazu heute nicht
UNICEF-Geschäftsführer soll Amt ruhen lassen
Dietrich Garlichs, der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland (Archivfoto vom 19.12.2006).
Stellung», sagte eine Sprecherin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen am Donnerstag in Köln. Simonis berief für diesen Samstag eine Vorstandssitzung in Köln ein. «Wir müssen jetzt alles auf den Tisch legen», sagte sie.

Nach einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» sollen über Jahre hinweg «Unsummen für dubiose Beraterverträge und eigenmächtig veranlasste Bauarbeiten» ausgegeben worden sein. So sollen sich unter anderem die Gesamtkosten für den laufenden Umbau der Bundesgeschäftsstelle von UNICEF in Köln bislang auf rund eine Million Euro belaufen. Zudem soll ein ehemaliger Bereichsleiter von UNICEF seit seiner Pensionierung vor zwei Jahren Honorare von fast 300 000 Euro bekommen haben. In einem anderen Fall habe ein ehemaliger Mitarbeiter der Zeitung zufolge für mehrere Projekte zusammen 191 500 Euro erhalten. «Ich bin nicht gegen Nebentätigkeiten, aber sie müssen angegeben und verrechnet werden mit der Rente oder der Pension, wie es im Gesetz steht», sagte Simonis. Ob dies auch so gehandhabt worden sei, sei ihr nicht bekannt.

Garlichs hatte den Zeitungsbericht am Mittwoch als «sehr unfair» bezeichnet und die Vorwürfe zurückgewiesen. «Da wird versucht, eine Sensation darzustellen, die es nicht gibt», sagte er. Simonis erklärte, Ende Mai habe sie durch einen anonymen Brief von den Vorgängen erfahren; Anfang Juni habe sich dann der Vorstand damit beschäftigt. Sie wolle möglichst schnell eine von allen Seiten anerkannte Persönlichkeit finden, die in der Lage sei, alle Vorgänge restlos aufzuklären.



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