Trend-Szene-Gastronomie: Mehr als ein Großstadtphänomen
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Pressemeldung von:
CHD Expert / Marktplatz Hotel
CHD-Expert-Studie: Hoher Durchschnittsbon durch klare Positionierung
Hamburg, 25. September 2008 Was genau ist die Trend-Szene-Gastronomie? Das wird jeder Gast anders beantworten. Aus Unternehmersicht ordnen sich aber insgesamt sich nur rund 20 Prozent aller Gastronomiebetriebe in das flippige Marktsegment ein. Bei den Bars und Bistros jedoch gehören dem ewig jungen Gastronomiesegment schon nahezu 40 Prozent an. Und bei den Diskotheken bezeichnen sich stolze zwei Drittel selbst als Trend-Szene-Location. Das Selbstverständnis des Trendsetters ist aber nicht auf das
getränkeorientierte Segment beschränkt.
Auch bei den Restaurants verstehen sich z.B. 49 Prozent der Japaner, Vietnamesen und Thailänder als Trend-Szene-Betrieb. Unter den italienischen Restaurants sind – nach eigener Einschätzung – immer noch rund ein Drittel Trend-Szene-Läden. Von den Foodtempeln mit „neuer deutscher Küche“ rechnen sich 18 Prozent zum Segment Trend-Szene. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Ganz anders die Situation in der Beherbergung: bei den Hotels sind es nur fünf Prozent, die besonderen Wert auf Zeitgeistigkeit legen. „Zum Label Trend Szene gehört nicht nur ein modernes Interior, sondern auch ein entsprechend hochklassiges Angebot an Speisen und Getränken sowie ein USP als Themenlokal oder Eventlocation“, charakterisiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland, den Fachbegriff. 40 Prozent der befragten Trend-Szene-Gastronomien erwirtschaften einen vergleichsweise hohen Durchschnittsbon von 24 bis 30 Euro pro Gast. Zum Vergleich: Der Durchschnittsbon in (gewöhnlichen) Restaurants beträgt gerade einmal 14,53 Euro. Trend-Szene-Betriebe arbeiten vor allem in den Medien an einem entsprechenden Ruf. 32 Prozent der Befragten gaben die Imagepflege und gute Pressekontakte als wichtigstes Ziel für ihr Etablissement an. „Paradebeispiel ist da die ‚Sansibar‘ von Herbert Seckler auf Sylt“, so Lambracht. „Das Restaurant ist wie ein Network-Treff der Schönen und Reichen, eine Top-Bar und gleichzeitig ein namhafter Weinlieferant für ganz Deutschland.“ Trend-Szene-Gastronomiekonzepte zeichnen sich durch einen überdurchschnittlichen Jahresumsatz und Auslastung sowie ein ausgefallenes Einrichtungskonzept aus. 32 Prozent der befragten Betriebe legen gesteigerten Wert auf einzigartige Möblierung und eine besondere Atmosphäre im Innendesign. Zudem bieten Trend-Szene-Betriebe ein beständiges Eventprogramm: 28 Prozent veranstalten regelmäßig Themenabende oder After-Work-Partys. 20 Prozent der Betriebe bieten zudem eine erweiterte Getränkekarte mit Positionen bei Wein, Champagner und Spirituosen, die man nicht in jeder Gastronomie findet.
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