Teenager-Schwangerschaften in den USA - Die USA nehmen bei Teenager-Schwangerschaften im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Für 2006 errechneten Statistiker in den Vereinigten Staaten auf 1000 Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren 41,9 Geburten. In Deutschland waren es 10,7 und in Kanada 13,4. Konservative US-Politiker und Kirchenvertreter sehen vor allem in sexueller Enthaltsamkeit ein Mittel dagegen. Ein Gesetz aus dem Jahr 1996 sieht staatlich geförderte Bildungsprogramme vor, die neben religiösen Werten auch Keuschheit bei Jugendlichen propagieren.
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Teenager-Schwangerschaften in den USA

2008/09/02 16:35

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Die USA nehmen bei Teenager-Schwangerschaften im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Für 2006 errechneten Statistiker in den Vereinigten Staaten auf 1000 Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren 41,9 Geburten. In Deutschland waren es 10,7 und in Kanada 13,4. Konservative US-Politiker und Kirchenvertreter sehen vor allem in sexueller Enthaltsamkeit ein Mittel dagegen. Ein Gesetz aus dem Jahr 1996 sieht staatlich geförderte Bildungsprogramme vor, die neben religiösen Werten auch Keuschheit bei Jugendlichen propagieren.

Im vergangenen Jahr förderte die Regierung in
Teenager-Schwangerschaften in den USA
Prominente Teenie-Schwangere: Jamie Lynn Spears, die Schwester von Britney Spears, wurde mit 17 Mutter (Archivfoto).
Washington das mehrfach erweiterte Programm zur sexuellen Enthaltsamkeit mit 176 Millionen US-Dollar. Seit das Gesetz zur Förderung von «Abstinence Only» (Abstinenz vor der Ehe und nichts anderes) im Schulunterricht verabschiedet wurde, ist die Zahl von Gruppen wie «Choices» (Entscheidungen) rapide gewachsen, die in Gemeindezentren oder Schulen Teenager-Kurse organisieren.

Programme unter dem Dach der «Alliance for Families» (Allianz für Familien) unterliegen strikten Auflagen. So muss jungen Leuten vermittelt werden, «dass sexuelle Aktivitäten außerhalb der Ehe wahrscheinlich schädliche psychische und physische Auswirkungen haben». Kondome und andere Verhütungsmittel dürfen nicht als Möglichkeit zur Verhinderung von ungewollter Schwangerschaft propagiert werden. In mehreren Bundesstaaten setzten konservative Elternverbände durch, dass Aufklärungsunterricht an Schulen weitgehend abgeschafft wurde.

Der Rat für Sexualkunde und die nationale Kampagne zur Verhinderung von Teenager-Schwangerschaften kritisieren eine gefährliche Eingleisigkeit. Es werde Abstinenz propagiert, ohne Jugendlichen zu erklären, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften schützen können. Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC verweisen darauf, dass es bisher keine fundierten Erkenntnisse über den Erfolg der «Abstinence Only»-Lehre gibt.



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