Studie warnt vor Öl-Verknappung
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ANCOSO Development GmbH
Die stark gestiegenen Ölpreise werden einer Studie zufolge in absehbarer Zeit nicht mehr sinken, weil die weltweite Ölförderung auf dem Höhepunkt ist oder ihn sogar schon überschritten hat. Wie die Zeitung unter Berufung auf eine unveröffentlichte Studie der Energy Watch Group berichtet, werde die Menge des verfügbaren Rohöls bis zum Jahr 2030 den aktuellen Berechnungen zufolge um etwa die Hälfte schrumpfen. Die Expertengruppe der Ludwig-Bölkow-Stiftung gehe davon aus, dass der Preisdruck dadurch weiter steigen werde. Allerdings sei die insgesamt rückläufige Entwicklung der
Fördermengen nicht unumkehrbar.
Die Sorge vor Angebotsengpässen hatte den US-Ölpreis am Freitag erneut auf ein Rekordhoch steigen lassen. Für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kletterte er in der Spitze auf 127,43 Dollar. Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) war leicht gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariat vom Freitag kostete ein Barrel Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Donnerstag 118,95 Dollar. Das Herrscherhaus von Saudi-Arabien lehnt eine weitere Steigerung der Ölförderung des Königreichs ab. Ölminister Ali al-Nuaimi und Außenminister Prinz Saud al-Faisal sagten am Freitagabend nach einem Treffen von König Abdullah mit US-Präsident George W. Bush, eine Steigerung sei derzeit nicht nötig, da man bereits zum 10. Mai die Produktion um 300 000 Barrel pro Tag erhöht habe. Damit habe man auf die wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt reagiert. Bush war mit dem Ziel nach Saudi-Arabien gereist, den größten erdölproduzierenden Staat der OPEC zu einer Produktionssteigerung zu bewegen, um den Auftrieb des Rohölpreises zu stoppen.
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