«Standard Operating Procedure»: Preisgekrönte Doku
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Hamburg (dpa) - Der Wahrheit hinter den Bildern fühlt sich der preisgekrönte Dokumentarfilmer Errol Morris («The Fog of War») verpflichtet, wenn er in seinem neuen Film den Gefängnisskandal von Abu Ghraib in den Fokus stellt.
Sein Werk wurde als erste Doku überhaupt auf der diesjährigen Berlinale mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Morris benutzt die hinlänglich bekannten Bilder über gepeinigte irakische Gefangene, Interviews und nachgestellte Szenen, um die Hintergründe des Skandals aufzuspüren. In dem irakischen Gefängnis, das schon zu Zeiten von Saddam
Hussein wegen Folterungen berüchtigt war, wurden im Jahr 2004 Misshandlungen von Insassen durch Mitglieder der von den USA geführten Besatzungstruppen bekannt. Wie stets bei Morris wird jede Parteinahme vermieden, dafür aber die Sexualisierung des Krieges veranschaulicht, und es wird daran erinnert, dass auch gefangene Menschen Würde besitzen
(Standard Operating Procedure, USA 2007, 118 Min., FSK k.A., von Errol Morris)
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