Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Josef Ackermann
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Im juristischen Dauerstreit zwischen dem Medienunternehmer Leo Kirch und der Deutschen Bank wird nun auch gegen Bankchef Josef Ackermann ermittelt. Die Berliner Staatsanwaltschaft untersucht den Vorwurf der strafbaren Vorteilsgewährung. Die Deutsche Bank bestätigte am Samstag, dass Ackermann nun erstmals als Verdächtiger genannt werde. In den vergangenen Jahren waren von Kirch erwirkte Verfahren in gleicher Sache gegen den Ex-Finanzstaatssekretär und heutigen Deutsche-Bank- Berater Caio Koch-Weser eingestellt worden, zuletzt im Sommer 2007.
Ackermann habe in der Zeit Kontakte
zu dem damaligen Finanzstaatssekretär gehabt, hieß es. Dabei geht es um eine staatliche Bürgschaft für Kredite unter anderem der Deutschen Bank zur Finanzierung der Ostsee-Pipeline. Die damalige Bundesregierung hatte die Bürgschaft Ende 2005 gewährt und damit kurz vor Koch-Wesers Wechsel von der Politik zu Deutschlands größter Bank. Der Wechsel war auch von Politikern wegen möglicher Interessenkonflikte kritisiert worden.
«Die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens beruht auf einer formalen Beschwerde von Herrn Kirch, nachdem die Ermittlungen schon im Sommer des vergangenen Jahres mangels jeden Tatverdachts eingestellt worden waren», erklärte die Deutsche Bank. Ein Sprecher der Bank sprach von einem «Rachefeldzug» Kirchs gegen die Deutsche Bank und nannte die Anschuldigungen gegen Ackermann und Koch-Weser «unbegründet». Kirch überzieht seit Jahren das Bankhaus mit einer Prozess-Flut, weil er den ehemaligen Bank-Vorstandschef Rolf Breuer für den Zusammenbruch des Kirch-Imperiums verantwortlich macht. Breuer hatte sich 2002 in einem Fernsehinterview kritisch zur Kreditwürdigkeit Kirchs geäußert. «Wir werden uns weiterhin entschieden zur Wehr setzen», hatte Ackermann bei der Bilanzvorlage Anfang Februar in dem Rechtsstreit betont. Die Bank sehe sich im Recht und habe bislang keine Rückstellungen für etwaige Schadenersatzzahlungen gebildet.
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