Spargel – Hochsaison für edle Stangen - Zögerlich begann in diesem Jahr die Saison der delikaten Stangen, die Gourmets ins Schwärmen geraten lassen. Die kühle Witterung im April ließ die Ernte nur langsam in Schwung kommen, doch mittlerweile arbeiten die Spargelstecher am Limit. Eine Rekordernte wie im Vorjahr ist zwar bislang noch nicht abzusehen, doch die Spargelbauern äußern sich zufrieden mit Menge, Qualität und Preis. Die Nachfrage nach einheimischem Spargel ist weiterhin gestiegen. Bereits im Vorjahr wurden nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) mit 94.
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Spargel – Hochsaison für edle Stangen

2008/05/30 13:11

Pressemeldung von:
Proplanta
Zögerlich begann in diesem Jahr die Saison der delikaten Stangen, die Gourmets ins Schwärmen geraten lassen. Die kühle Witterung im April ließ die Ernte nur langsam in Schwung kommen, doch mittlerweile arbeiten die Spargelstecher am Limit. Eine Rekordernte wie im Vorjahr ist zwar bislang noch nicht abzusehen, doch die Spargelbauern äußern sich zufrieden mit Menge, Qualität und Preis.

Die Nachfrage nach einheimischem Spargel ist weiterhin gestiegen. Bereits im Vorjahr wurden nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) mit 94.300 Tonnen Spargel in
Spargel – Hochsaison für edle Stangen
Deutschland rund 15 Prozent mehr geerntet als 2006. Der meiste deutsche Spargel wird in Niedersachsen produziert, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Die Importe decken in erster Linie in der Vorsaison den Bedarf, erreichten aber 2007 nur einen Marktanteil von 20 Prozent.

Der Rückgang der Importware ist wohl nicht nur auf verändertes Verbraucherbewusstsein zurückzuführen, sondern auch auf den zunehmenden Anbau unter Folie. Der Erntebeginn kann dadurch vorverlegt werden, wodurch Marktanteile von den Importwaren gewonnen werden.

Die gute Marktlage führte in den vergangenen Jahren zu einer rasanten Entwicklung der Spargelanbauflächen. Während im Jahr 2000 bundesweit nur auf rund 15.500 Hektar das Edelgemüse zu finden war, wurden 2007 bereits 21.700 Hektar verzeichnet (inklusive Neuanlagen).

Gemüsespargel blickt auf eine lange Tradition zurück. Abbildungen auf Grabfresken in Ägypten legen die Vermutung nahe, dass dort bereits vor 5000 Jahren Spargel bekannt gewesen sein könnte. In Griechenland wurde vor allem die medizinische Wirkung geschätzt. Erstmals als Gemüse angebaut wurde Spargel aber wohl erst von den Römern, die ihn auch nach Deutschland einführten. Wirklich Fuß fassen konnte er hier jedoch erst im 16. Jahrhundert, die ersten Anbaugebiete entstanden.

Die Ernte der delikaten Stangen erfordert damals wie heute jedoch aufwändige Handarbeit. Erntemaschinen wie der vor kurzem entwickelte "Spargel-Panther" stellen zwar Abhilfe in Aussicht, doch heute und sicher auch noch in naher Zukunft wird der meiste Spargel von Hand gestochen. Dazu werden in der Regel Erntehelfer als Saisonkräfte angeworben. Beim anschließenden Sortieren, Putzen und Schneiden der Stangen auf die in Deutschland vorgeschriebene Länge von etwa 22 Zentimeter kann jedoch eine Spargelsortiermaschine zumindest einen Teil der Handarbeit ersetzen.

Verzehrt wurde Spargel früher übrigens vornehmlich mit den Fingern. Die damals üblichen Bestecke aus Silber oder nicht rostfreiem Stahl liefen durch schwefelhaltige Verbindungen im Spargel stark an. Heute gilt es jedoch nicht mehr als unfein, Messer und Gabel zum Spargelessen zu verwenden!

Nach der alten Bauernregel "Kirschen rot, Spargel tot" können Spargelfreunde das Gemüse noch bis zum Johannistag genießen. Am 24. Juni ist die Spargelsaison vorbei, damit die Pflanzen sich für das kommende Jahr erholen können.



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.proplanta.de
 

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