Sozialverband: Erhöhung macht Kaufkraftverlust nicht wett
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Stuttgart (dpa) - Der Sozialverband VdK hat die leichte Rentenerhöhung zum 1. Juli im Grundsatz begrüßt. Dadurch könnten aber die jahrelangen Nullrunden keinesfalls ausgeglichen werden können, sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger am Mittwoch der dpa in Stuttgart.
«Die erste Rentenanpassung seit 2003 wäre sehr erfreulich, aber die Rentner haben dann unterm Strich immer noch ein negatives Saldo.» Die rund 20 Millionen Rentner sollen nach drei Nullrunden vom 1. Juli an etwas mehr Geld bekommen. Sozialminister Franz Müntefering (SPD) hat eine Anhebung von 0,54 Prozent
angekündigt.
Die Durchschnittsrente in Deutschland liegt nach Angaben Hirrlingers mit 720 Euro netto im Monat weit unter der Armutsgrenze von 856 Euro monatlich. Dabei klaffe die Schere zwischen Männern und Frauen weit auseinander: Für Männer liege der Betrag bei 976 Euro, für Frauen, die wegen der Kindererziehung häufig keine durchgängige Erwerbsbiografie haben, bei 465 Euro. «Insbesondere Frauen leben häufig am Existenzminimum», sagte der Verbandschef. Der VdK ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Senioren, Patienten gegenüber der Politik und an den Sozialgerichten.
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