Schöndorff sieht Filmbranche in der Krise
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Der Regisseur Volker Schlöndorff sieht die Filmbranche wegen eines Überangebots in der Krise. Bei Publikum und Industrie herrsche angesichts der Massenproduktion an neuen, digital hergestellten Spielfilmen «absolute Ratlosigkeit». Das sagte Schlöndorff in einem Gespräch mit der «Frankfurter Rundschau». «Jetzt kommen 15 Filme pro Woche raus, keiner hat mehr den Überblick.»
Der Oscar-Preisträger («Die Blechtrommel»), dessen Melodram «Ulzhan» gegenwärtig in deutschen Kinos läuft, glaubt, dass das klassische Kino «vielleicht mit Ingmar Bergman und Michelangelo
Antonioni gestorben ist». Dennoch sieht er eine Zukunft für die Filmzunft: «Das Kino ist wie ein Stehaufmännchen», und der Hunger nach großen Ereignissen werde weiter viele Menschen in die Filmsäle bringen. Dabei gelte allerdings: «Das Publikum wird eher an einen bestimmten Ort gehen, statt einen bestimmten Film sehen zu wollen.»
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