Scharfe Töne nach Einstieg der Telekom bei der OTE
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Athen (dpa) - Der Einstieg der Deutschen Telekom beim griechischen Telefonkonzern OTE hat am Freitag zu einer ungewöhnlich scharfen Debatte im griechischen Parlament geführt.
Der Chef der stärksten Oppositionspartei, der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), Giorgos Papandreou, warf der konservativen Regierung vor, die nationale Telekom zu «enthellenisieren.» «Sie haben für ein Linsengericht nationale Kraft verkauft», sagte Papandreou im Parlament von Athen. Premierminister Kostas Karamanlis antwortete, die Opposition agiere populistisch. «Ich fürchte, Ihr Populismus schadet dem Lande enorm», sagte er.
Die griechische Regierung hatte diese Woche nach mehrmonatigen, schwierigen Verhandlungen dem Einstieg der Deutschen Telekom bei der griechischen OTE zugestimmt. Die Verträge müssen noch vom griechischen Parlament verabschiedet werden. Die Deutsche Telekom wird die unternehmerische Führung haben. Nur bei Themen wie Sicherheit der Telekommunikation des Landes (Militär) oder im Falle eines Verkaufs von Tochterfirmen werde Athen künftig mitreden. Die Telekom zahlt 3,2 Milliarden Euro für 25 Prozent plus eine Aktie an OTE. Sozialistenchef Giorgos Papandreou hatte bereits vergangenen Woche angekündigt, bei einem möglichen Wahlsieg werde seine Partei den Verkauf wieder rückgängig machen. «Das ist Unsinn», antwortete am Freitag Premierminister Karamanlis. Dafür gebe es kein Geld und solche Art von Geschäften würden nicht rückgängig gemacht. OTE ist Griechenlands größter Telefonkonzern mit Töchtern unter anderem in Rumänien, Serbien und Albanien. 2007 erzielte OTE einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro und erwirtschaftete einen Gewinn von 663 Millionen Euro.
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