Sanierungszeit radikal reduziert - Altlasten, in der Regel Kontaminierungen durch chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), Teeröl- und Mineralölprodukte, sind ein typisches Erbe unserer Industriegesellschaft - Umweltsünden, über die das Gras von Industriebrachen oft schon seit Jahrzehnten wächst. Diese Flächen wieder nutzbar zu machen, ist das Hauptanliegen der europaweit einzigartigen Versuchseinrichtung für Grundwasser- und Altlastensanierung, kurz VEGAS, die vom Institut für Wasserbau (IWS) der Universität Stuttgart betrieben wird. Seit nunmehr zwölf Jahren trägt die Forschungseinrichtung zur Bewältigung vieler zuvor nur unbefriedigend gelöster Altlastenprobleme bei. Genutzt werden innovative Erkundungs-, Sanierungs- und Überwachungsverfahren, mit denen sich verunreinigte Böden und Grundwässer effektiv, schnell und kostengünstig behandeln lassen. VEGAS setzt dabei auf die ökologische wie ökonomische Optimierung der klassischen In-situ-Technologien, bei denen der belastete Boden nicht ausgehoben, sondern an Ort und Stelle saniert wird.
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Sanierungszeit radikal reduziert

2007/11/29 15:23

Pressemeldung von:
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Altlasten, in der Regel Kontaminierungen durch chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), Teeröl- und Mineralölprodukte, sind ein typisches Erbe unserer Industriegesellschaft - Umweltsünden, über die das Gras von Industriebrachen oft schon seit Jahrzehnten wächst. Diese Flächen wieder nutzbar zu machen, ist das Hauptanliegen der europaweit einzigartigen Versuchseinrichtung für Grundwasser- und Altlastensanierung, kurz VEGAS, die vom Institut für Wasserbau (IWS) der Universität Stuttgart betrieben wird.

Seit nunmehr zwölf Jahren trägt die Forschungseinrichtung zur
Sanierungszeit radikal reduziert
Bewältigung vieler zuvor nur unbefriedigend gelöster Altlastenprobleme bei. Genutzt werden innovative Erkundungs-, Sanierungs- und Überwachungsverfahren, mit denen sich verunreinigte Böden und Grundwässer effektiv, schnell und kostengünstig behandeln lassen. VEGAS setzt dabei auf die ökologische wie ökonomische Optimierung der klassischen In-situ-Technologien, bei denen der belastete Boden nicht ausgehoben, sondern an Ort und Stelle saniert wird.

Um herauszufinden, mit welchen biologischen, chemischen oder physikalischen Methoden Altlasten aus Grundwasser und Boden entfernt oder in unschädliche Stoffe umgewandelt werden können, haben sich die VEGAS-Forscher die Natur ins Labor geholt: In riesigen Versuchsbehältern, in die sich bis zu 1.000 Kubikmeter Erde einschichten lassen, testen sie neue Verfahren unter naturnahen Bedingungen, jedoch ohne Umweltgefährdung.

Mit "Tuba" - Dampf-Luft-Injektion - und "Theris" - auf elektrisch betriebenen Heizsonden basierend - verfügt VEGAS bereits über zwei Technologien, die den Weg in die Praxis erfolgreich beschritten und vor allem die schwierige Sanierung gering durchlässiger Böden enorm verbessert haben. Beide Verfahren nutzen das Siedeverhalten der immittierten Stoffe aus und verkürzen die Sanierungszeit um rund 90 Prozent. Im Rahmen eines vom baden-württembergischen Umweltministerium finanzierten Forschungsprojekts beschäftigt sich VEGAS derzeit mit der Beseitigung chlorierter Kohlenwasserstoffe mit Hilfe von Nano-Eisen. Gelingt dies, können solche Schadstofftypen bald direkt - und kostengünstig - im Untergrund unschädlich gemacht werden.

Herausgeber: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Friedrichstraße 10, 70174 Stuttgart, 0711-22835-13
Kontakt, Redaktion: Zeeb Kommunikation, Hohenheimer Straße 58a, 70184 Stuttgart, 0711-6070719, Institut für Wasserbau/Universität Stuttgart: Dr.-Ing. Hans-Peter Koschitzky, Geschäftsführer, Pfaffenwaldring 61, 70569 Stuttgart, Tel. 0711-68564716



Kontakt zum Autor des Artikels:
web: http://www.region-stuttgart.de
 

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