Reifen-Technologie
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Mehr Tempo, mehr Sicherheit und mehr Komfort durch die richtigen Reifen – worauf beim Fahrradreifen zu achten ist Eigentlich denkt man nur über sie nach, wenn man einen Platten hat – dabei hätte die Bereifung am Fahrrad eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Um herauszufinden warum, lohnt sich ein Blick auf seine Konstruktion.
Haltbarkeit versus Haftung; Leichtlauf versus Pannenschutz. Lange halten soll der Reifen, dabei wie ein Saugnapf auf der Straße kleben. Und völlig unempfindlich gegen äußere Beschädigungen sein, bitteschön, dabei aber geschmeidig und ohne jeden
Widerstand abrollen. „Im Grunde stellt jeder Reifen, jede Gummimischung nur eine Annäherung an einen Idealzustand an, der jedoch nicht zu erreichen ist“, sinniert Carsten Zahn vom Reifenhersteller Schwalbe. Denn ein unbegrenzt haltbarer Reifen müsste aus einem sehr harten Material sein, das keinerlei Abrieb kennt – gute Haftung erfordert dagegen einen weichen Gummi, der sich an die Strukturen des Untergrundes anpasst und für eine möglichst große Kontaktfläche sorgt.
Welcher Reifen für welches Rad? Dass es je nach Fahrradgattung unterschiedliche Reifentypen geben muss, ist logisch. Am Rennrad finden schmale Pneus Verwendung, die einen hohen Reifendruck erlauben, sich beim Abrollen weniger stark verformen und dadurch leichter laufen. Profilrillen sind bei diesen Reifen nur schmückendes Beiwerk. In Sachen Haftung kommt dem Profil beim Rennrad keine Bedeutung bei – höchstens eine psychologische. Das Schwalbe-Topmodell Ultremo, mit 195 Gramm übrigens extrem leicht, ist folgerichtig als Slickreifen konzipiert. Im Gelände sieht das natürlich anders aus; hier sind Profilstollen nötig, die auf rutschigem Untergrund gute Haftung bieten. Überdies müssen die Profile so konstruiert werden, dass sie sich im Gelände nicht mit Schlamm zusetzen – „Selbstreinigung“ nennen das die Experten.
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