Regisseur Speckenbach in Cannes-Nebenreihe - Cannes (dpa) - Mit dem Nachwuchsregisseur Jan Speckenbach sind die Deutschen bei dem Filmfestival in Cannes auch im offiziellen Studentenprogramm vertreten. «Als ich die Nachricht erhielt, dass mein Film hier gezeigt wird, kam ich mir vor, als hätte ich bereits einen Preis gewonnen». Das sagte der 37 Jahre alte Student der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Immerhin sei während der einjährigen Produktionsphase vor allem aus finanziellen Gründen immer wieder unklar gewesen, ob der Film überhaupt noch fertig gedreht werde. Speckenbachs 30-minütiger Kurzfilm «Gestern in Eden» erzählt die Geschichte von Ulrich, der nach dem Tod seines Vaters in dessen bisheriges Leben auf einem FKK-Campingplatz in Brandenburg eintaucht.
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Regisseur Speckenbach in Cannes-Nebenreihe

2008/05/17 14:55

Pressemeldung von:
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Cannes (dpa) - Mit dem Nachwuchsregisseur Jan Speckenbach sind die Deutschen bei dem Filmfestival in Cannes auch im offiziellen Studentenprogramm vertreten. «Als ich die Nachricht erhielt, dass mein Film hier gezeigt wird, kam ich mir vor, als hätte ich bereits einen Preis gewonnen».

Das sagte der 37 Jahre alte Student der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Immerhin sei während der einjährigen Produktionsphase vor allem aus finanziellen Gründen immer wieder unklar gewesen, ob der Film überhaupt noch fertig gedreht werde.
Regisseur Speckenbach in Cannes-Nebenreihe
Blick auf den Festivalpalast in Cannes.

Speckenbachs 30-minütiger Kurzfilm «Gestern in Eden» erzählt die Geschichte von Ulrich, der nach dem Tod seines Vaters in dessen bisheriges Leben auf einem FKK-Campingplatz in Brandenburg eintaucht. «Gestern in Eden» ist einer der 17 Filme, die in der Sektion «Cinéfondation» laufen. Premiere ist am kommenden Freitag.

«Mich haben der Ödipuskomplex und die Freud'schen Theorien schon lange interessiert, deswegen wollte ich nun einen modernen Helden schaffen, der ebenfalls in sein Schicksal getrieben wird und nichts tut, um diesem zu entkommen», sagte Speckenbach. Anstatt die Erinnerung an das Leben des eigentlich ungeliebten Vaters mit der Räumung des Wohnwagens zu beenden, rutscht Ulrich immer mehr in das Leben des Toten hinein und hat später sogar dessen Ex-Freundin zur Partnerin. «Ich fand dabei paradox, dass man äußerlich zwar alle Hüllen fallen lässt, aber weiterhin noch unzählige Hüllen um sich herum hat», erklärte Speckenbach.

Bei dem Filmfestival in Cannes sind bis zum 25. Mai noch weitere deutsche Filme zu sehen: Von Andreas Dresen läuft an diesem Samstag «Wolke 9» in der Nebenreihe «Un certain regard»; Wim Wenders zeigt kommenden Samstag (24. Mai) im offiziellen Wettbewerb sein neues Werk «Palermo Shooting». Am Freitag feierte bereits der Beitrag «Das Fremde in mir» der Berlinerin Emily Atef seine Premiere in der Nebenreihe «Critic's Week».



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