«Psycho-Inter» verspielt zweiten Titel-Matchball - Rom (dpa) - Inter zittert, Rom wittert: Die italienische Fußballmeisterschaft wird am letzten Spieltag in einem «Finale furioso» entschieden. Spitzenreiter Inter Mailand (82) hat seinen Vorsprung auf Verfolger AS Rom (81) bis auf einen Punkt verspielt. Nach der Niederlage gegen den AC Mailand hat Inter mit dem 2:2 gegen den AC Siena bereits die zweite Chancen auf den vorzeitigen Gewinn seines 16. Meistertitels verschenkt. Der längst sicher geglaubte dritte «Scudetto» in Serie ist in Gefahr, der AS Rom ist nach dem 2:1-Sieg gegen Atalanta Bergamo weiter im Aufwind.
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«Psycho-Inter» verspielt zweiten Titel-Matchball

2008/05/12 11:16

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Rom (dpa) - Inter zittert, Rom wittert: Die italienische Fußballmeisterschaft wird am letzten Spieltag in einem «Finale furioso» entschieden. Spitzenreiter Inter Mailand (82) hat seinen Vorsprung auf Verfolger AS Rom (81) bis auf einen Punkt verspielt.

Nach der Niederlage gegen den AC Mailand hat Inter mit dem 2:2 gegen den AC Siena bereits die zweite Chancen auf den vorzeitigen Gewinn seines 16. Meistertitels verschenkt. Der längst sicher geglaubte dritte «Scudetto» in Serie ist in Gefahr, der AS Rom ist nach dem 2:1-Sieg gegen Atalanta Bergamo weiter im Aufwind.
«Psycho-Inter» verspielt zweiten Titel-Matchball
Inter Mailand muss nach dem Remis gegen Siena um den Titel bangen.

«Psycho-Inter zittert», verspottete die «La Gazzetta dello Sport» den verunsicherten Tabellenführer. «Wir haben keine Angst», behauptet dagegen Inter-Trainer Roberto Mancini. Gleichzeitig aber musste er zerknirscht einräumen: «Wir vergeuden unsere Chancen». Patrick Viera und Mario Balotelli hatten Inter zweimal in Führung gebracht, Siena konnte aber beide Male kontern: Erst glich Massimo Maccarone in der 30. Minute, dann Houssine Kharja in der 69. Minute aus.

Und dann verschoss Inter-Star Marco Materazzi anschließend auch noch einen Elfmeter. Durch das ausverkaufte San-Siro-Stadion ging ein Aufschrei des Entsetzens, der in halb Mailand zu hören gewesen sein muss. «Es ist alles meine Schuld», entschuldigte sich der Nationalverteidiger, der dem eigentlich vorgesehen Elfmeterschützen Julio Cruz den Ball auf dem Weg zum Strafstoßpunkt abgenommen hatte. «Ein fataler Fehler», titelte die «La Gazzetta dello Sport», für die Italiens WM-Held von Berlin zum Buhmann von Mailand geworden ist.

«Jetzt wird es hart», gab Mancini zu. Im Saisonfinale am kommenden Sonntag beim AC Parma wird es Inter nämlich nicht nur mit den eigenen Nerven, sondern auch mit einem verbissen kämpfenden Gegner zu tun haben. Der Drittletzte der Serie muss gewinnen, um nicht abzusteigen.

Ähnlich sieht es allerdings auch für den AS Rom bei Catania Calcio aus. Als Viertletzte müssen auch die Sarden punkten, um sicher in der Serie A zu bleiben. Aber Rom ist nach dem Heimsieg gegen Bergamo durch die Tore von Christian Panucci (23. Minute) und Daniele De Rossi (67.)im Höhenflug. «Natürlich glauben wir jetzt an unsere Titelchance», versicherte Roms Trainer Luciano Spalletti. Kein Wunder: Der Vizemeister hat in den letzten Wochen zehn Punkte Rückstand auf Inter aufgeholt. «Wir hätten den Titel mehr verdient», meint De Rossi. Eine Sensation wäre er dennoch. Inter hat schließlich nicht nur einen Punkt Vorsprung, sondern wäre auch schon bei Punktgleichheit wegen des gewonnenen direkten Vergleichs mit Rom Meister.

Italien rüstet sich am Sonntag zum «Grande Finale». Denn nicht nur der Titel, auch der vierte Champions-League-Platz wird noch vergeben. Der AC Florenz (63) zog mit einem 3:1-Heimsieg gegen Parma am enttäuschenden AC Mailand (61) vorbei, der sich in Neapel mit 1:3 blamierte. Damit kann der Titelverteidiger in der Champions League nicht mehr aus eigener Kraft den vierten Tabellenplatz erreichen.



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