1860-Präsident kündigt Rücktritt an
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München (dpa) - Präsident Albrecht von Linde hat erste Konsequenzen aus dem Führungschaos beim TSV 1860 München gezogen und für den Herbst seinen Rücktritt beim Fußball-Zweitligisten angekündigt.
«Ich werde im September als Präsident von 1860 zurücktreten», sagte der 62-Jährige im Lokal-Fernsehsender münchen.tv und beendete damit Spekulationen über seine Zukunft als Präsident. Seit der Entlassung von Geschäftsführer Stefan Ziffzer ist von Linde heftig in die Kritik geraten. Wer die Nachfolge von Lindes antritt, ist noch offen. «Entweder finden wir im
Zuge einer Rotation einen internen Kandidaten oder es kommt einer von draußen», sagte der Sechziger-Chef, der seit März vergangenen Jahres im Amt ist. Nach dem Rauswurf von Ziffzer, der den Präsidenten («Er ist eine Schande für den Verein») nach dem Zweitligaspiel gegen den VfL Osnabrück am Pfingstsonntag scharf attackiert hatte, ist von Linde in Bedrängnis geraten.
Hauptsponsor Trenkwalder, der den Club jährlich mit 740 000 Euro unterstützt, stellt von Linde infrage und hat dem Präsidium bis kommenden Montag ein Ultimatum gestellt. Sollte die 1860-Führung bis dahin einen 14 Punkte umfassenden Fragenkatalog nicht zufriedenstellend beantworten, erwägt das Zeitarbeitsunternehmen einen vorzeitigen Ausstieg aus dem bis 2009 laufenden Sponsorenvertrag. Auch im eigenen Lager ist von Linde in die Schusslinie geraten. «Wir brauchen einen Präsidenten, der nicht polarisiert und die Fanlager wieder eint. Das ist von Linde nicht gelungen», sagte Vize-Präsident Karsten Wettberg im Bayerischen Rundfunk. Harte Kritik musste sich der «Löwen»-Boss vom Lokalrivalen Bayern München gefallen lassen. «Seitdem der Herr von Linde Präsident ist, ist der Verein in einen Abwärtsstrudel geraten, wie ich ihn nicht für möglich gehalten hätte», sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß im Deutschen Sportfernsehen (DSF). «Der Herr sollte sich wirklich überlegen, ob er geeignet ist, einen Fußballverein wie 1860 München zu führen. Ich halte das für ausgeschlossen.» Dies stieß am Freitag bei «Löwen»- Geschäftsführer Stefan Reuter auf Unverständnis: «In so einer Situation noch Kommentare abzugeben, halte ich für unnötig.»
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