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Pressemeldung von:
BioRegio STERN Management GmbH
Die Tübinger Hölle & Hüttner AG übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2008 das gesamte Aktienkapital der Kölner INTAVIS Bioanalytical Instruments AG. Beide Unternehmen entwickeln und vertreiben Systeme zur Automatisierung biochemischer und molekularbiologischer Verfahren. Der Kauf macht Hölle & Hüttner im Forschungsbereich zum weltweit einzigen kommerziellen Anbieter von Automaten zur In-situ-Hybridisierung und für die Immunhistochemie.
Seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms konnten Wissenschaftler etwa 1.500 "Krankheitsgene" identifizieren. An der Entstehung
erblich bedingter Krankheiten sind jedoch fast immer mehrere Gene beteiligt, deren Zusammenspiel oft noch unklar ist. Die Technik der In-situ-Hybridisierung macht es möglich, das Vorhandensein der Krankheitsgene im Mikroskop zu bestimmen. Das Verfahren findet überall dort Anwendung, wo es nötig ist, bestimmte Gene oder DNA- bzw. RNA-Sequenzen "in-situ", das heißt in den natürlichen Strukturen, aufzuspüren und sichtbar zu machen. Auch die Entwicklungsbiologie bedient sich der In-situ-Hybridisierung, um Verteilungsmuster von Genaktivitäten in Modellorganismen darzustellen. Dabei werden unterschiedlich markierte Gensonden - kurze Sequenzen von DNA bzw. RNA - eingesetzt, um an Ort und Stelle das jeweils passende Gegenstück von DNA oder RNA zu binden. In der Immunhistochemie bedient man sich spezifischer Antikörper, die an Proteine binden und deren Lokalisation in Zellen oder Geweben preisgeben.
Die Hölle & Hüttner AG aus der BioRegion STERN ist seit 2004 mit ihren BioLane-Geräten für Routine-Anwendungen mit einem automatisierten System zur In-situ-Hybridisierung etabliert und war bisher einer von weltweit zwei Anbietern in diesem Geschäftsfeld. Um dieses enorme Potenzial weiter auszubauen, ergriffen die Vorstände von Hölle & Hüttner - Dr. Steffen Hüttner und Peter Beck - die Initiative zu einem Treffen mit dem umsatzstärkeren Konkurrenten INTAVIS Bioanalytical Instruments AG. Bereits beim ersten Treffen wurden die Weichen für die Zukunft - die Übernahme der Aktienanteile der INTAVIS AG durch die Hölle & Hüttner AG - gestellt. Rechtlich bleiben Hölle & Hüttner und INTAVIS auch in Zukunft zwei eigenständige Unternehmen. Mit der Vertragsunterzeichnung wird Peter Beck zum Vorstand der INTAVIS AG, Dr. Steffen Hüttner wird den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen. Der bisherige Alleinaktionär und Vorstand der INTAVIS AG - Dr. Heinrich Gausepohl - wird weiterhin als leitender Angestellter im Unternehmen tätig sein. Für einschneidende Veränderungen bei INTAVIS sieht Peter Beck vorerst keinen Anlass. Nach der Integrationsphase könne man dann über Innovationen nachdenken. "Daraus, dass wir im Bereich der In-situ-Hybridisierung nun nicht mehr gegen eine Konkurrenz, sondern zusammenarbeiten, erwächst ein enormes Zukunftspotenzial", sagt Dr. Steffen Hüttner. zk-rik
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