Pal Dragos: Pseudohomöopathie und die Stiftung Warentest
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Viele homöopathische Verordnungen in Deutschland sind völlig unsinnig. Zum ersten Mal habe ich dieses Problem unter dem Buchtitel: „Die unbekannten Todsünden in der Homöopathie(…)“ geschildert. Auch Ergebnisse der Stiftung Warentest weisen in diese Richtung. Homöopathische Verordnungen bedürfen eines angemessenen Verständnisses der ganzheitlichen Denkweise. Symptome sind Teile einer Ganzheit und sie liefern den Hinweis auf die Störung des Systems. Homöopathische Verordnungen gegen Symptome sind daher genauso unsinnig, wie das Vorgehen gegen eine Alarmlampe, wenn sie anzeigt,
dass der Benzintank leer ist. Homöopathie ist daher immer eine die Ganzheit der Lebenskraft ansprechende, kräftemäßige Methode. Die individuelle Erscheinungsform der Lebenskraft nennt man Konstitution.
Pseudohomöopathie unterstützt nicht die Konstitution des Kranken, sondern möchte nur Symptome vernichten und damit der üblichen schulmedizinischen Vorgehensweise „Konkurrenz“ machen. Die Stiftung Warentest („Die andere Medizin“), die nach schulmedizinischem Denken vorgeht, hat solche pseudohomöopathischen Verordnungen untersucht und „kritisch“ bewertet. Sie versucht dabei, die Wirksamkeit der Homöopathie nach Krankheiten zu „sortieren“, anstatt die Konstitution des Einzelnen als Gegenstand der Untersuchung in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist eine paradoxe Geschichte, die man auch als methodische Verwirrung bezeichnen könnte. Die Stiftung Warentest folgt demselben pseudohomöopathischen Denkirrtum, mit dem die falschen Verordnungen praktiziert werden. Die Pseudohomöopathie bekommt dann schlechte Noten. Man erkennt nicht mehr die Differenz zwischen der die Symptome unterdrückenden Denkweise der Schulmedizin und einer ganzheitlichen Denkstrategie in der Homöopathie. Eine verdinglichte Welt des Denkens hat ihre Krallen längst auch in die Richtung der Homöopathie ausgestreckt. Weitere Informationen: Pal Dragos: Die Zukunft der Homöopathie, 2006, Norderstedt
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