Pal Dragos: Die Manipulation zum „Glück“ - Simulation und Manipulation geben sich im „digitalen Kapitalismus“ (Martin Papapol) gegenseitig die Hand. Immer weniger Menschen haben die Chance, eine glückliche Kinderzeit zu erleben. Als Kompensation möchten sie dann das „ewige Kind“ simulieren. Dies wiederum geht nur mit der Abtretung der Willenskraft. Eine glückliche Kinderzeit bedeutet, dass man die Chance hat, die Liebe der Bezugspersonen zu erfahren.
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Pal Dragos: Die Manipulation zum „Glück“

2008/06/24 11:30

Pressemeldung von:
Wachstumstrend Forschungsinstitut und Verlags-GmbH
Simulation und Manipulation geben sich im „digitalen Kapitalismus“ (Martin Papapol) gegenseitig die Hand. Immer weniger Menschen haben die Chance, eine glückliche Kinderzeit zu erleben. Als Kompensation möchten sie dann das „ewige Kind“ simulieren. Dies wiederum geht nur mit der Abtretung der Willenskraft. Eine glückliche Kinderzeit bedeutet, dass man die Chance hat, die Liebe der Bezugspersonen zu erfahren. Ganz konkret heißt das: Die Personen wollen dem Kind nicht nur etwas aufzwingen, sondern versuchen, auch die Bedürfnisse des Kindes liebevoll zu verstehen. Wer diese Chance
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nicht bekommen hat, versucht sie mit einem Trick nachzuholen. Die Erwachsenen möchten dann in der Position eines „ewigen Kindes“ verharren.

Wie geht das? Empfindungsfähigkeit und Willenskraft, deren Keime in der Kinderzeit gestört und zerstört wurden, werden in die Außenwelt projiziert. Man sucht nach dem Elternimago, zum Beispiel in politischen Figuren, die wie gute Väter und Mütter die Wünsche der Wähler erfüllen sollen. Das ewige Kind lehnt natürlich die Verantwortung ab, schließlich sollte das die Aufgabe der „Ersatzeltern“ sein. Selbst die Verantwortung gegenüber dem eigenen Körper wird abgelehnt, dafür dürfen selbstverständlich die Ärzte in die Verantwortung genommen werden.

Eine andere Möglichkeit ist die Delegation der Empfindungen und Emotionen. Wer wenig oder kaum noch welche hat, braucht nur noch den Fernseher einzuschalten. Superstars & Co. bieten genügend Ersatz für die Empfindungen, und all das noch dazu „live“, freigegeben zum Konsum. „Manipuliere mich“ ist als die Bezeichnung eines Volkssports zu verstehen, als Zeichen des Schwindens der eigenen Willenskraft, die ohne die Lebenskraft nicht zu denken ist. Ohne die Willenskraft und damit ohne die Lebenskraft gibt es jedoch kein eigenes Leben, nur das „Glück“ eines „toten“ Lebens. Lesen Sie zu diesem Thema: P. Dragos (2007): Die Zukunft der Homöopathie, Norderstedt.



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