Ob man über Hitler lachen darf: Was die Philosophie zu sagen hat - Die derzeit vor allem im Feuilleton heftig geführte Diskussion, ob es angesichts von Völkermord und historischer Verantwortung legitim sei, die Gestalt Hitlers auf grotesk-komische Weise zu beleuchten, hat zu einigen Kontroversen geführt. Mit dem Ziel, die Wogen bestenfalls ein Stück zu glätten, beleuchtet das von der Bonner Beratungsagentur Apeiron herausgegebene E-Journal PHILOSOPHIEMONATSBRIEF in seiner Januar-Ausgabe die Problematik aus philosophischer Perspektive. - Ein Auszug: „Eine Fragestellung, die Deutschland derzeit anscheinend mehr in Aufruhr versetzt als die Gesundheitsreform oder sonstiges dringend zu hinterfragendes politisches Flickwerk, ist diejenige nach der Tauglichkeit Hitlers als Objekt von Spott und Häme. Hervorgerufen durch die Filmgroteske „Mein Führer“ von Dani Levy, wird in einer undefinierten Mischung aus vorauseilendem Gehorsam und Wiederkäuen von Standardmeinungen allerorts darauf bestanden, dass die Frage „Darf man über Hitler lachen?“ am ehesten mit „Nein“, höchstens aber mit einem ganz und gar einschränkendem „Jein“ zu beantworten ist. Wie wenig hier aber wirklich mit Argumenten operiert wird, wundert nicht wenig.
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Ob man über Hitler lachen darf: Was die Philosophie zu sagen hat

2007/01/27 15:12

Pressemeldung der Firma:
Apeiron Philosophieberatung
Die derzeit vor allem im Feuilleton heftig geführte Diskussion, ob es angesichts von Völkermord und historischer Verantwortung legitim sei, die Gestalt Hitlers auf grotesk-komische Weise zu beleuchten, hat zu einigen Kontroversen geführt. Mit dem Ziel, die Wogen bestenfalls ein Stück zu glätten, beleuchtet das von der Bonner Beratungsagentur Apeiron herausgegebene E-Journal PHILOSOPHIEMONATSBRIEF in seiner Januar-Ausgabe die Problematik aus philosophischer Perspektive. - Ein Auszug:

„Eine Fragestellung, die Deutschland derzeit anscheinend mehr in Aufruhr versetzt als die
Gesundheitsreform oder sonstiges dringend zu hinterfragendes politisches Flickwerk, ist diejenige nach der Tauglichkeit Hitlers als Objekt von Spott und Häme. Hervorgerufen durch die Filmgroteske „Mein Führer“ von Dani Levy, wird in einer undefinierten Mischung aus vorauseilendem Gehorsam und Wiederkäuen von Standardmeinungen allerorts darauf bestanden, dass die Frage „Darf man über Hitler lachen?“ am ehesten mit „Nein“, höchstens aber mit einem ganz und gar einschränkendem „Jein“ zu beantworten ist. Wie wenig hier aber wirklich mit Argumenten operiert wird, wundert nicht wenig.

Dabei ist die Frage selber schon recht fragwürdig. Zum einen geht es offensichtlich darum, dass man sich nicht zu dem Zugeständnis durchringen lassen will, es sei eine legitime Herangehensweise, die historische Gestalt „Hitler“ in satirischer, grotesker, alberner oder sonst wie bloßstellender (und damit vermeintlich „verharmlosender“) Art und Weise darzustellen. Zum anderen wird die spezifische Stellung Deutschlands ins Feld geführt, wonach ein anderer als historisch-korrekter und schuldbewusster Zugang zur Person Hitlers schlicht indiskutabel sei. Keine der beiden Seiten hält einer genauen Betrachtung wirklich Stand."

Der gesamte Artikel findet sich in der aktuellen Januarausgabe des E-Journals, das sich auf der Homepage des Unternehmens oder unter abo@philosophiemonatsbrief.de kostenfrei abonnieren lässt. Zusätzlich werden Fragen zur Rechtsstaatlichkeit der Todesstrafe diskutiert, sowie die Grenzen staatlicher Überwachung des Bürgers, der Themenbereich Mobbing, aber auch rechtliche und moralische Argumente pro und contra Schwangerschaftsabbruch.

***

Apeiron Philosophieberatung, gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. Seit 2005 praktiziert sie philosophische Beratung für Unternehmer, Führungskräfte, Journalisten, Politiktreibende und Privatpersonen. Renate Miethner ist seit Februar 2006 Herausgeberin des „Philosophiemonatsbriefes“ (ISSN 1863-7396).



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