Neuer Boss für Bodensee-Berberaffen
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Pressemeldung von:
FSF-MEDIENVERLAG
Neuer Boss für Bodensee-Berberaffen SALEM. fsf/ Mit der Dissertation „Soziale Organisation einer nachtaktiven Affenart“ machte der 30-jährige Biologe Roland Hilgartner aus Neu-Ulm seinen Doktor am Primatenzentrum in Göttingen. Jetzt löst er auf dem größten europäischen Affenfrei-gehege, dem Affenberg Salem im Bodenseehinterland, den langjährigen Leiter Dr. Walter Angst ab. Nach 27 Jahren geht der bekannte Schweizer Zoologe in den „Unruhestand“ und schreibt jetzt Bücher wie „Die phantastische Welt des Figuren-theaters“, wobei der Wissenschafter weltweit der größte Sammler
von historischen indonesischen Wayang- Schattenspielfiguren ist. Der elsässische Baron Gilbert de Turckheim gilt als Retter der Berberaffen, zugehörig der Markaken, die in den Ursprungsländern Algerien und Marokko als Landplage verfolgt und nahezu ausgerottet wurden. Um den Bestand zu sichern gründete er die Affenfreigehege Kintzheim / Elsass, Rocamadour / Südfrankreich und 1976 den Affenberg Salem im Bodenseehinterland als Touristikunternehmen und Forschungsareal. Vor zwei Jahren folgte in England der „Trentham Monkey Forest“. Der Bestand in den vier Freigehegen liegt bei gut 800 „possierlichen Verwandten“, wogegen die Zahlen weltweit bei 10.000 Tieren liegen, die vom Aussterben bedroht sind und im Washingtoner Artenschutzabkommen auf der Roten Liste stehen.
An die 5000 Touristen schoben sich zu Pfingsten an einem Tag, auf dem Affenberg Salem, an den 200 Berberaffen vorbei. Im Jahr bekommen sie von gut 350.000 Touristen Besuch. Zu den Attraktionen gehören im Bodenseehinterland die zweit-größte Storchenstation Süddeutschlands mit gut 40 Storchenbabys im Jahr sowie eine Herde Dammwild und ein Fischweiher. Der Affenberg Salem ist das drittgrößte Touristikunternehmen am Bodensee nach den Bodensee- Schiffsbetrieben sowie der Mainau. 27 Jahre war der Schweizer Dr. Walter Angst kaufmännischer und wissenschaft-licher Leiter des Affenbergs Salem. Seine Dissertation über „Das Ausdrucks-verhalten der Javaner-Affen“ schrieb er während der Forschungstätigkeit im Baseler Zoo. Der Inhaber der vier Affenberge Baron de Turckheim bescheinigte Dr. Walter Angst ein „exzellentes Niveau“ in der Parkführung von Affenberg Salem. Hierzu gehörte 1980 sowie 86 eine Auswilderung von Hunderten Tiere in das Ursprungsland Algerien, wobei die Aktion durch Terrorismus in dem Land gestoppt werden musste. Ein Jahr später wurde auf dem Affenberg Salem die „Anti-Babypillen“ für die Berber-affenweibchen eingeführt. In die Rückenregion wurde ein Implantat zur Verhütung gepflanzt. Damit wurde die Überpopulation gestoppt. Jetzt werden gerade noch an die vier Babys auf dem „Monkey- Hill“ am Bodensee erlaubt, die im Frühjahr die Attraktion sind.
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