Neue Hoffnung für FARC-Geisel Betancourt
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Bogotá (dpa) - Angesichts des alarmierenden Gesundheitszustands der in Kolumbien von linken FARC-Rebellen festgehaltenen Ingrid Betancourt ist die Regierung bereit, inhaftierte Extremisten gegen Geiseln auszutauschen.
Präsident Alvaro Uribe unterzeichnete in der Nacht zum Freitag ein entsprechendes Dekret. Die damalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Betancourt war vor mehr als sechs Jahren verschleppt worden. Ziel dieses humanitären Abkommens mit den «Revolutionären Streitkräften Kolumbiens» (FARC) sei es, Betancourt und andere Geiseln freizubekommen.
Die FARC müssten den ersten Schritt tun. Danach werde die Justiz angewiesen, inhaftierten Rebellen die Strafen zu erlassen und sie zu entlassen.
Der Gesundheitszustand Betancourts ist nach offiziellen Angaben sehr ernst. Die 46-Jährige sei an Hepatitis B sowie am sogenannten Schwarzen Fieber erkrankt, einem von Sandfliegen übertragenen und mit Hautgeschwüren einhergehenden Leiden. Die FARC sollen etwa 740 Menschen in ihrer Gewalt halten. Etwa 40 von ihnen - Militärs, Polizisten und Politiker - wollen sie gegen 500 inhaftierte Rebellen austauschen. Allerdings können sich die Regierung des konservativen Präsidenten Uribe und die FARC seit Jahren nicht auf die Bedingungen sowie Ort und Zeitpunkt der Übergabe einigen.
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