Nacht der Geister- Halloween lässt die Kassen klingeln - Am letzten Oktobertag kommt die Nacht der Geister: Mit dem Kürbis als «Markenzeichen» reiten Hexen auf ihrem Besen, klappern Skelette durch die Straßen, tauchen Dämonen, Vampire, Zombies und Werwölfe auf. Halloween ist da. Noch Anfang der neunziger Jahre kannten nur wenige Deutsche das Kürbisfest der Amerikaner. Inzwischen hat es zunehmend Kultstatus gewonnen. Mehr als 150 Millionen Euro werden die Deutschen in diesem Jahr für ihren Grusel-Spaß ausgeben, schätzt Dieter Tschorn vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie.
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Nacht der Geister- Halloween lässt die Kassen klingeln

2007/10/31 08:46

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Am letzten Oktobertag kommt die Nacht der Geister: Mit dem Kürbis als «Markenzeichen» reiten Hexen auf ihrem Besen, klappern Skelette durch die Straßen, tauchen Dämonen, Vampire, Zombies und Werwölfe auf. Halloween ist da. Noch Anfang der neunziger Jahre kannten nur wenige Deutsche das Kürbisfest der Amerikaner. Inzwischen hat es zunehmend Kultstatus gewonnen. Mehr als 150 Millionen Euro werden die Deutschen in diesem Jahr für ihren Grusel-Spaß ausgeben, schätzt Dieter Tschorn vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie. «Das ist ein bundesweites Phänomen ohne regionale
Nacht der Geister- Halloween lässt die Kassen klingeln
Grusel-Darsteller Jan Martensen neben einem Halloween-Kürbis.
Unterschiede», sagt Ulrike Hörchens vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. «Im Gegensatz zu Karneval ist Halloween auch im hohen Norden ein Erfolg», beobachtet Tschorn. Er beansprucht für sich, das Feiern von Halloween nach Deutschland gebracht zu haben. Von 1994 an habe er das Thema gezielt in den Medien platziert.

Offenbar erfolgreich, denn heute nutzt der Handel das Grusel-Event gern für Sonderwerbungen. «Die Kunden sind begeistert von Halloween- und Halloween-Produkten», sagt Tschorn. Dies lässt die Kassen der Unternehmen klingeln, etwa in der Karnevalsbranche. Sie setzte im vergangenen Jahr 24 Millionen Euro zu Halloween um. 130 000 Kostüme für Kinder gingen über die Ladentische, 80 000 Kostüme für Erwachsene, dazu 200 000 Perücken und eine viertel Million Hexen- und andere Hüte sowie mehr als zwei Millionen Schminksets und Ekel- Accessoires wie schwarze Fingernägel oder Gummi-Narben. Mittlerweile sind auch die Discounter in den Gruselspaß eingestiegen, bestätigt Einzelhandelsverband-Sprecherin Hörchens. Auf Sondertischen werden Porzellankürbisse, Tischfeuerwerk, Bücher und gruselige Deko-Artikel präsentiert. «Halloween ist das letzte Großereignis vor der Weihnachtsphase.»

Hauptzielgruppe sind die Kinder und Jugendlichen, sagt Halloween- Fachmann Tschorn. Wichtig sei aber auch die Gruppe der 18 bis 39- Jährigen. Die vielen Halloween-begeisterten Kinder sind auch für die Süßwarenindustrie interessant. «Für uns ist Halloween bei den Saisonartikeln nach Weihnachten und Ostern inzwischen zum drittwichtigsten Ereignis im Jahr geworden», sagt Torben Erbrath vom Bundesverband Deutsche Süßwaren-Industrie in Bonn. Im Inland sei die Nachfrage aber eher mau, so dass man hier nur bedingt Süßigkeiten im Halloween-Outfit vermarkte. «Im Ausland können wir die Produkte besser absetzen.» Doch auch in Deutschland weitet sich das Halloween-Phänomen immer mehr aus: «Bäcker backen Halloween-Brot, und beim Metzger gibt es Halloween-Wurst - sogar Juweliere sprechen das Thema an und dekorieren ihre Schaufenster gruselig», freut sich Tschorn. Inzwischen feiern sogar erste Freizeitparks das Fest.

Auch der amerikanische Brauch des «Trick or Treat» wird in Deutschland immer beliebter, sagt Tschorn. Dabei wandern verkleidete Kinder von Haustür zu Haustür und «fordern» Süßigkeiten - sonst drohen sie mit Streichen. Die Älteren treffen sich lieber mit Gleichgesinnten zu Halloween- Partys. Als eines der größten Spektakel in Deutschland gilt das Halloween-Festival auf Burg Frankenstein in Darmstadt. Bis zu 20 000 Besucher kommen jedes Jahr zum «organisierten Gruseln» in die Burgruine.



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