Nach Festnahmen: Sizilianer machen gegen Mafia mobil - Nur Tage nach der Festnahme des Mafia-Bosses Salvatore Lo Piccolo macht Siziliens Metropole Palermo gegen die Verbrechersyndikate auf der Insel mobil. Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag im Teatro Biondo der sizilianischen Hauptstadt mit dem Siegeszeichen ihren Willen demonstriert, die Macht der Mafia einzudämmen. Gegründet wurde in Anwesenheit etlicher Unternehmer, Händler und Verbände die Anti-Mafia-Vereinigung «Libero futuro» (freie Zukunft), die mit 40 Mitgliedern ihren Kampf aufnehmen will. Bei einer ähnlichen Veranstaltung im Januar 2005 war der Saal nur dünn besetzt gewesen. «Befreit» von Bossen der Cosa Nostra wie dem hinter Gittern sitzenden Lo Piccolo sei Palermo auf der Kundgebung nun nicht wiederzuerkennen gewesen, beschrieb die römische Zeitung «La Repubblica» am Sonntag die Rebellion der Palermitaner gegen die Verbrechersyndikate und das System der «Schutzgeldzahlungen».
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Nach Festnahmen: Sizilianer machen gegen Mafia mobil

2007/11/11 14:15

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Nur Tage nach der Festnahme des Mafia-Bosses Salvatore Lo Piccolo macht Siziliens Metropole Palermo gegen die Verbrechersyndikate auf der Insel mobil. Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag im Teatro Biondo der sizilianischen Hauptstadt mit dem Siegeszeichen ihren Willen demonstriert, die Macht der Mafia einzudämmen. Gegründet wurde in Anwesenheit etlicher Unternehmer, Händler und Verbände die Anti-Mafia-Vereinigung «Libero futuro» (freie Zukunft), die mit 40 Mitgliedern ihren Kampf aufnehmen will.

Bei einer ähnlichen Veranstaltung im Januar 2005 war der Saal nur dünn
Nach Festnahmen: Sizilianer machen gegen Mafia mobil
Salvatore Lo Piccolo (2. v.l.) nach seiner Festnahme bei Palermo.
besetzt gewesen. «Befreit» von Bossen der Cosa Nostra wie dem hinter Gittern sitzenden Lo Piccolo sei Palermo auf der Kundgebung nun nicht wiederzuerkennen gewesen, beschrieb die römische Zeitung «La Repubblica» am Sonntag die Rebellion der Palermitaner gegen die Verbrechersyndikate und das System der «Schutzgeldzahlungen». Unter den Teilnehmern war die Witwe des Unternehmers Libero Grassi, der 1991 getötet worden war, weil er sich nicht erpressen lassen wollte.

Mehr als 200 Händler und Unternehmer sind dem vor drei Jahren von jungen Sizilianern gegründeten Verband «Addiopizzo» (Schluss mit dem Schutzgeld) beigetreten, der sich gegen die noch weit verbreiteten Erpressungen wendet. Gut 9000 Konsumenten haben kundgetan, mit ihren Einkäufen bei diesen Händlern deren Kampf gegen Schutzgelder für die Mafia zu unterstützen. «Cosa Nostra bekämpft man nicht mit Militär», begrüßte Italiens nationaler Anti-Mafia-Staatsanwalt Piero Grasso diese Initiative unter dem Beifall der Anwesenden im Theater. «Ein Volk, das "Pizzo" zahlt, ist ein Volk ohne Würde», mit diesem Slogan hatten junge Leute ihren Feldzug gegen die Mafia damals begonnen.



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