Mythos Rahmenhöhe - „Welche Rahmenhöhe brauchen Sie denn?“ – wenn diese Frage beim Fahrradkauf gestellt wird, sind Fachleute wie Gelegenheitsradler oft ratlos. Denn durch Moden und Trends im Rahmendesign hat dieses Maß viel Aussagekraft verloren. Der pressedienst-fahrrad erklärt, worauf es wirklich ankommt, damit der Rahmen passt. Bereits beim Messen der „Rahmenhöhe“ beginnen die Probleme. Es gibt unterschiedliche Messverfahren.
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Mythos Rahmenhöhe

2008/04/03 10:23

Pressemeldung von:
pressedienst-fahhrrad
„Welche Rahmenhöhe brauchen Sie denn?“ – wenn diese Frage beim Fahrradkauf gestellt wird, sind Fachleute wie Gelegenheitsradler oft ratlos. Denn durch Moden und Trends im Rahmendesign hat dieses Maß viel Aussagekraft verloren. Der pressedienst-fahrrad erklärt, worauf es wirklich ankommt, damit der Rahmen passt. Bereits beim Messen der „Rahmenhöhe“ beginnen die Probleme. Es gibt unterschiedliche Messverfahren. Gemessen wird die Länge des Sattelrohrs von der Mitte des Tretlagers je nach Messvariante bis zur Mitte des Oberrohrs, bis zu dessen Oberkante oder auch bis zur obersten
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Kante des Sitzrohrs selbst. Die Unterschiede je nach Messvariante können bis zu fünf Zentimeter betragen.

„Bei der heutigen Vielfalt der Rahmenformen ist die Sitzrohrlänge alleine nicht mehr aussagekräftig“, bestätigt Stefan Scheitz vom Radhersteller Felt. Mountainbike-Rahmen mit abfallendem Oberrohr, Sloping-Form genannt, weisen ein deutlich kürzeres Sattelrohr auf, kompensiert wird das durch eine weit ausgezogene Sattelstütze. „Bei Rennrädern bieten wir neben der standardmäßigen Variante Komfort-Modelle an, bei denen das Steuerrohr im Vergleich zum Sattelrohr länger und das Oberrohr kürzer ist“, so Scheitz.

Scheitz rät, die Rahmenhöhe bis auf weiteres zu vergessen und stattdessen die Sitzhöhe zu bemühen: „Diese erhält man, wenn man die Schrittlänge mit 0,885 multipliziert“, erklärt der Experte. Doch auch dieses Maß ist letztlich ein Näherungswert, der von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird – zum einen durch ganz handfeste Dinge wie Tretkurbellänge, Schuhsohlendicke und Beschaffenheit des Sattels, zum anderen aber dadurch, wie man auf dem Rad sitzen will. „Während Radsportler die Sattelhöhe exakt so einstellen, dass sie in der untersten Pedalposition genau die richtige Beinstreckung erreichen, kommt es komfortorientierten Citybikern oftmals eher darauf an, beim Ampelstopp leicht mit den Füßen auf den Boden zu kommen, als möglichst effizient ihre Tretkraft einzusetzen“, erklärt Ralf Klagges von der Fahrradmanufaktur „utopia-velo“.



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