Mutmaßlicher Mörder von Mari Luz fast gelyncht - Huelva (dpa) - Eine aufgebrachte Menschenmenge hat am Donnerstagabend versucht, den mutmaßlichen Mörder der fünfjährigen Mari Luz aus Huelva in Südspanien anzugreifen. Als der 52 Jahre alte Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt wurde, versuchten mehrere hundert Menschen, das Gerichtsgebäude in Huelva zu stürmen, wie der Rundfunk berichtete. Einige schleuderten Steine, Flaschen und Knüppel in Richtung des Festgenommenen, der jedoch unverletzt blieb. Die Polizei musste ihn schützen und ging gegen die Demonstranten vor. Bei den Ausschreitungen wurden zwei Reporter verletzt.
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Mutmaßlicher Mörder von Mari Luz fast gelyncht

2008/03/28 08:33

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Huelva (dpa) - Eine aufgebrachte Menschenmenge hat am Donnerstagabend versucht, den mutmaßlichen Mörder der fünfjährigen Mari Luz aus Huelva in Südspanien anzugreifen.

Als der 52 Jahre alte Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt wurde, versuchten mehrere hundert Menschen, das Gerichtsgebäude in Huelva zu stürmen, wie der Rundfunk berichtete. Einige schleuderten Steine, Flaschen und Knüppel in Richtung des Festgenommenen, der jedoch unverletzt blieb. Die Polizei musste ihn schützen und ging gegen die Demonstranten vor. Bei den Ausschreitungen wurden zwei Reporter verletzt.
Mutmaßlicher Mörder von Mari Luz fast gelyncht
Spanische Polizisten eskortieren den Tatverdächtigen im Mordfall Mari Luz.


Der 52-Jährige wurde zusammen mit seiner ebenfalls verdächtigten Schwester dem Haftrichter vorgeführt. Seine Ehefrau und sein Bruder, die auch festgenommen worden waren, sind inzwischen unter Auflagen wieder auf freiem Fuß. Unterdessen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Täter bereits zweimal wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden war. So wurde er schuldig gesprochen, sich an seiner eigenen, fünfjährigen Tochter vergangen zu haben. Er kam aber nie ins Gefängnis, weil er seinen Wohnort wechselte und angeblich nicht zu finden war.

Mari Luz war Mitte Januar in Huelva verschwunden, als sie nahe der Wohnung ihrer Eltern zu einem Kiosk ging, um eine Tüte Chips zu kaufen. Die Leiche des Mädchens war nach 55-tägiger Suche nahe dem Hafen der südspanischen Stadt im Meer gefunden worden. Laut dem Autopsiebericht wurde das Kind erstickt.



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