Müntefering verteidigt Rente mit 67 - Berlin (dpa) - Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre erneut verteidigt und ein Entgegenkommen gegenüber den protestierenden Gewerkschaften ausgeschlossen. «Das haben wir lange genug diskutiert», sagte er am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». Er gehe davon aus, dass das Gesetz im März definitiv beschlossen werde. Müntefering sagte, er habe immer betont, dass es sich um einen «Dreiklang» handele. Dieser bestehe neben der Anhebung der Rentengrenze aus der «Initiative 50 plus» für ältere Arbeitnehmer und der Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge sowie der Riesterrente.
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Müntefering verteidigt Rente mit 67

2007/01/30 10:44

Pressemeldung von:
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Berlin (dpa) - Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre erneut verteidigt und ein Entgegenkommen gegenüber den protestierenden Gewerkschaften ausgeschlossen. «Das haben wir lange genug diskutiert», sagte er am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin».

Er gehe davon aus, dass das Gesetz im März definitiv beschlossen werde. Müntefering sagte, er habe immer betont, dass es sich um einen «Dreiklang» handele. Dieser bestehe neben der Anhebung der Rentengrenze aus der «Initiative 50 plus» für ältere Arbeitnehmer und der
Müntefering verteidigt Rente mit 67
Franz Müntefering und Jürgen Peters: In Sachen Rente mit 67 gibt es zwischen Politik und Gewerkschaft keine Einigkeit (Archivbild).
Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge sowie der Riesterrente.

Die Gewerkschaften wollen heute ihre Proteste gegen die Rente mit 67 fortsetzen. Der IG Metall-Vorsitzende Jürgen Peters sagte im ZDF-«Morgenmagazin»: «Die Politik muss begreifen, dass das ein Projekt ist, das die Leute erzürnt.» Nach wie vor gebe es vier Millionen Arbeitslose in Deutschland. «Und jetzt kommt die Politik und sagt: Diejenigen, die arbeit haben, sollen länger arbeiten.» Dadurch blieben zwei Jahrgänge länger im Betrieb und zwei Jahrgänge könnten nicht vorzeitig im Betrieb einsteigen.

Das treffe insbesondere die jungen Menschen, sagte Peters. «Und deshalb sagen wir: Rente mit 67 ist in dieser Phase eine absurde Geschichte.» Nötig seien vielmehr «flexible Ausstiegsmöglichkeiten» aus dem Berufsleben.

Mehrere tausend Beschäftigte der Automobilkonzerne DaimlerChrysler und Porsche gingen aus Protest gegen die Rente mit 67 auf die Straße. Nach Angaben der IG Metall machten allein vor dem Werkstor von DaimlerChrysler in Sindelfingen bei Stuttgart gut 3000 Mitarbeiter ihrem Unmut über die Rentenpläne der großen Koalition Luft. Bei Porsche versammelten sich mehrere hundert Beschäftigte zu einer Protestkundgebung.



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