Münchener Rück: Operativer Gewinn sinkt stärker als erwartet
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Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück hat im dritten Quartal operativ einen stärkeren Gewinnrückgang verzeichnet als von Experten erwartet. Die Jahresprognose für den Überschuss wurde jedoch angehoben.
Der Gewinn könne im Gesamtjahr noch etwas über den angepeilten 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro liegen, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider am Montag in München. Von Juli bis September ging das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr von 1,307 Milliarden Euro auf 1,132 Milliarden Euro zurück. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,192
Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen dank der Unternehmenssteuerreform 69 Prozent mehr und übertraf mit 1,196 Milliarden Euro nach Minderheiten die Analystenprognose von 1,066 Milliarden Euro.
Vor Minderheiten lag der Überschuss mit 1,216 (Vorjahr: 0,723) Milliarden Euro noch deutlicher über der Analystenprognose von 1,045 Milliarden Euro. Das Kapitalanlageergebnis verfehlte mit 1,990 Milliarden Euro die Prognose von 2,142 Milliarden Euro. Die Bruttoprämieneinnahmen wuchsen von 9,017 Milliarden auf 9,148 Milliarden Euro, während Analysten mit einem Rückgang auf 8,954 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die verdienten Nettoprämien sanken von 8,812 auf 8,768 (Prognose: 8,806) Milliarden Euro. Auch die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung entwickelte sich schwächer als von Experten erwartet. Mit 97,1 Prozent (Vorjahr: 90,4 Prozent) verfehlte sie die Prognose von 95,1 Prozent, in der Erstversicherung lag sie mit 92,1 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 89,1 Prozent. Je weiter der Wert - ein zentraler Indikator für die Ertragskraft im reinen Versicherungsgeschäft - unter 100 Prozent liegt, desto mehr sind Aufwendungen für Schäden und Kosten allein durch Prämieneinnahmen gedeckt. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen damit, dass es das angepeilte Ziel einer Rendite auf das Risikokapital (RORAC) von 15 Prozent klar übertrifft. "Wir halten daran fest, bis 2010 mindestens acht Milliarden Euro an unsere Aktionäre zurückzugeben", sagte Finanzvorstand Schneider. Die Beitragseinnahmen sollen wie geplant zwischen 36,5 und 37,5 Milliarden Euro liegen. Für die Schaden-Kosten-Quote in der Erstversicherung wird weiterhin ein Wert von unter 95 Prozent, für die Rückversicherung von unter 97 Prozent angestrebt. In Nordeuropa hält die Münchener Rück eine hohe Schadenbelastung durch Herbst- und Winterstürme für möglich.
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