Modeschöpfer Miyake erhält Kyoto-Preis - Kyoto (dpa) - Der japanische Modeschöpfer Issey Miyake (68), der amerikanische Immunologe und Genetiker Leonard A. Herzenberg (74) sowie der japanische Mathematiker Hirotugu Akaike (78) sind am Freitag mit dem Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bei einer feierlichen Zeremonie im Beisein der japanischen Prinzessin Takamado und zahlreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur wurde den Preisträgern die mit jeweils 50 Millionen Yen (etwa 400 000 Euro) dotierte Auszeichnung überreicht. Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufene Kyoto-Preis zählt neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kultur. Der weltberühmte Designer Miyake erhielt den Preis für seine «visionären Bekleidungskonzepte» in der Kategorie Kunst.
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Modeschöpfer Miyake erhält Kyoto-Preis

2006/11/10 10:42

Pressemeldung von:
ANCOSO Development GmbH
Kyoto (dpa) - Der japanische Modeschöpfer Issey Miyake (68), der amerikanische Immunologe und Genetiker Leonard A. Herzenberg (74) sowie der japanische Mathematiker Hirotugu Akaike (78) sind am Freitag mit dem Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Bei einer feierlichen Zeremonie im Beisein der japanischen Prinzessin Takamado und zahlreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur wurde den Preisträgern die mit jeweils 50 Millionen Yen (etwa 400 000 Euro) dotierte Auszeichnung überreicht. Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des
Modeschöpfer Miyake erhält Kyoto-Preis
Issey Miyake wurde mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet.
Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufene Kyoto-Preis zählt neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kultur.

Der weltberühmte Designer Miyake erhielt den Preis für seine «visionären Bekleidungskonzepte» in der Kategorie Kunst. Der in Hiroschima geborene Miyake studierte in Tokio und Paris, seine erste Kollektion stellte er 1970 in New York vor. Seit den 70er Jahren verfolgt er das Konzept, Kleidung aus einem einzigen Stück Stoff herzustellen. So entstanden seine Aufsehen erregenden Kollektionen «Pleats Please» (Plissee bitte) und «A-POC». Im vergangenen Jahr wurde er für sein Lebenswerk bereits mit dem japanischen «Praemium Imperiale» geehrt, der auch als Nobelpreis der Künste gilt.

Herzenberg, der den Kyoto-Preis in der Kategorie Hochtechnologie erhielt, entwickelte ein so genanntes Durchflusszytometer, mit dem Zellen nach ihren Eigenschaften sortiert werden können. Damit sei es möglich, die Erbsubstanzen DNA und RNA sowie Proteine zu isolieren und zu analysieren. Zudem könnten Ärzte damit den Krankheitsgrad von HIV-infizierten Patienten ermitteln. Der Mathematiker Akaike bekam den Preis für Grundlagenforschung, weil er das «Akaike Information Criterion» formuliert hat. Damit habe er die Auswahl statistischer Modelle in den Natur- und Ingenieurwissenschaften vereinfacht.



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