Mit Ängsten, Angststörungen, Panikattacken und Phobien leben lernen
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Pressemeldung von:
Praxis für Psychotherapie, Paartherapie, Coaching, Mediation und Prozessgestaltung
Angst warnt vor Gefahr und ermöglicht Flucht
und Angriff. Angststörungen sind Alarmsysteme, die sich verselbständigt haben und die überempfindlich machen gegenüber Bedrohungen. Manchmal nehmen Angstprobleme den Menschen die Freiheit, es sich zu erlauben, sich zu entwickeln. Entwicklung ist immer ein Übergang, der durchbrochen wird von Ereignissen der Neuschöpfung, des Neubeginns, eingeleitet durch die Willenstat des „Auslöschens“. Insofern beinhalten Entwicklungsaufgaben immer auch die Einwilligung, kleine Tode zu streben. Der Verlust der Rückbindung an
das Aufgehobensein, an das Verbeheimatung schaffende ist es ja gerade, das uns nötigt, „nach vorne“ in Beziehung zu treten mit den Dingen und Wesen dieser Welt und hier wurzelt in der Tat die Angst als eine Erschwernis dieses In-Beziehung-Tretens, die wenn sie nicht bewältigt wird, in einem Beziehungsverlust enden kann. Die unbewusste bzw. vorbewusste Wahrnehmung unserer eigenen Natur, unseres Schicksals und unserer Fähigkeiten, unsere eigene Berufung ins Leben fordert von uns ein, uns treu zu bleiben und uns nicht aus Schwäche oder um eines Vorteils willen zu verleugnen. Tun wir das nicht, verachten wir uns insgeheim. Dafür ist aber ebenfalls Mut erforderlich. Wir sind dazu aufgerufen hinzulauschen auf unsere eigene Berufung im Leben. Wir müssen die Fähigkeit immer wieder neu entdecken, uns in einer sehr tiefen Art wahrzunehmen, die zulässt, zu bemerken, wenn wir uns unrecht tun.
Das Wieder-Anschluss-Suchen an diese schicksalführende Weisheit kann geübt werden. Wir empfinden Schmerz im Gewahrwerdendes Widerspruchs zwischen Seinswirklichkeit und Seinsentwurf. Die Neigung, Chancen der Wandlung und des Neubeginns ungenutzt verstreichen zu lassen, positive Herausforderungen nicht anzunehmen, Möglichkeiten der Selbstvervollkommnung aus Gründen der Angst abwehrend zu ignorieren, Hilfeleistungen zu verweigern, wenn ein Risiko damit verbunden ist, kann jeder in sich finden. Rückblickend auf die wirklichen Qualitätssprünge in der eigenen Biografie wird man immer feststellen, dass der Durchbruch nur möglich ist, weil man im Augenblick der Entscheidung von irgendwoher die Kraft bezog, der Angst nicht nur standzuhalten, sondern sie in den Dienst eines anderen, stärkeren Impuls zu nehmen. Mut zur Angst ist allerdings immer auch verknüpft mit der Bereitschaft zur Niederlage. Jede neu zu ergreifende Aufgabe ist eine Bewährungsprobe, an der wir möglicherweise scheitern. Angst entsteht in diesem Zwiespalt zwischen dazu gehören wollen und der Notwendigkeit sich zu trauen, selbständig zu werden. Entwicklungsgemäßes Fortschreiten zurückhalten erzeugt Angst. Abhängigkeit - Selbständigkeit, Da bleiben - eggehen, Gehorsam - Eigeninitiative
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