Martin Papapol: Kognitiver Terror in der Wissenschaft gegen Hartz IV-Empfänger
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Im digitalen Kapitalismus wird den Wissenschaften das kognitive Denken immer häufigen aufgezwungen. In diesem Sinne konnte ein „Professor aus Chemnitz“ verkünden, dass 132 Euro für Hartz IV-Empfänger ausreichend für das Leben seien. Der in den USA studierte Volkswirt hat sein „Forschungsergebnis“ ohne rot zu werden verkündigt. Ist es da ein Wunder, dass als Folge solcher kognitiven Denkergüsse in der politische Landschaft immer mehr Menschen rot sehen?
Das kognitive Denken können wir auch als Intellektualismus oder instrumentelle Vernunft bezeichnen. Der Mensch in
seiner Ganzheit wird ausgeschaltet und auf die Fähigkeit eines die künstliche Intelligenz imitierenden Denkvorgangs reduziert. Das passt gut zur heutigen Wirtschaftslehre, die über den Menschen nur als Arbeitsfaktor nachdenken kann. Für den Shareholder Value, als Grundgesetz des digitalen Kapitalismus, sollen die „Arbeitsfaktoren“ für ein „Schnäppchen“ bereitstehen.
Die amerikanischen Universitäten verlangen den GMAT-Test für die Aufnahme an den Wirtschaftsfakultäten. Allein dieser Test zeigt schon, dass man sich einem Prozess der Dehumanisierung unterziehen muss, bevor man dort mit einem Studium beginnen kann. Er ist eigentlich das Gegenteil einer Gehirnwäsche - durch die Testvorbereitung wird von dem Menschen nur noch sein Gehirn übrig gelassen! Bereits 2005 habe ich auf die schweren Konsequenzen der Hartz IV- Politik der damaligen SPD-Regierung hingewiesen. In meinem Buch über ein Manifest der Neuen Linken habe ich den Zusammenbruch der SPD nicht nur vorausgesagt, sondern auch wissenschaftlich begründet, allerdings mit einer anderen Denkweise, als jener des kognitiven Denkens, die nur noch über die „Wartungskosten“ von Menschen nachdenken kann, wie dies eigentlich nur für Computer angemessen wäre. Vgl. hierzu: Martin Papapol: Der digitale Kapitalismus – Zum Manifest der Neuen Linken, 2005, Zum Thema Intellektualismus siehe auch: Pal Dragos: Die Struktur des globalen Kapitalismus Bd. 1 und 2, 2006, Norderstedt.
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