Madonna steht Oprah Winfrey Rede und Antwort - New York/London (dpa) - Die amerikanische Popsängerin Madonna (48) fürchtet, dass das Presseecho auf ihren kleinen David aus Malawi andere Eltern von der Adoption afrikanischer Kinder abhalten könnte. «Es ist eine Schande, dass Ihr Leute entmutigt, meinem Beispiel zu folgen», attackierte Madonna Journalisten in einem Interview der US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey. Das über Satelliten aufgenommene Gespräch wurde am Mittwoch (Ortszeit) in den USA gesendet. «Ich flehe alle Welt an, nach Afrika zu gehen und zu erleben, was ich gesehen habe», sagte die Sängerin. Afrika sei ein einziger Notstand und brauche Menschen, die sich der jüngsten Generation annehmen.
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Madonna steht Oprah Winfrey Rede und Antwort

2006/10/26 11:44

Pressemeldung von:
Ancoso Development GmbH
New York/London (dpa) - Die amerikanische Popsängerin Madonna
(48) fürchtet, dass das Presseecho auf ihren kleinen David aus Malawi andere Eltern von der Adoption afrikanischer Kinder abhalten könnte. «Es ist eine Schande, dass Ihr Leute entmutigt, meinem Beispiel zu folgen», attackierte Madonna Journalisten in einem Interview der US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey.

Das über Satelliten aufgenommene Gespräch wurde am Mittwoch (Ortszeit) in den USA gesendet. «Ich flehe alle Welt an, nach Afrika zu gehen und zu erleben, was ich gesehen habe», sagte die Sängerin.
Madonna steht Oprah Winfrey Rede und Antwort
Madonna hat sich den Ragen Oprah Winfreys gestellt.
Afrika sei ein einziger Notstand und brauche Menschen, die sich der jüngsten Generation annehmen.

Vorwürfe, wonach sie bei der Adoption des 13-monatigen Davids Gesetze in dessen afrikanischem Heimatland verletzt habe, wies Madonna weit von sich. Davids Mutter und seine drei Geschwister seien an HIV/Aids gestorben. Der kleine Junge sei mit zwei Wochen in ein Waisenheim gebracht worden und habe dort Malaria und Tuberkulose überlebt.

Weder der leibliche Vater noch irgendein anderes Mitglied seiner Familie hätten ihn in dem Waisenheim je besucht. Auch sei der Name und Verbleib des Vaters erst bei Nachforschungen eines Priesters bekannt geworden. «Ich habe nichts Falsches getan», bekräftigte Madonna im Gespräch mit Oprah.

Der Vater des Jungen habe ihr vor Gericht in die Augen geschaut und sich bei ihr dafür bedankt, dass sie sich seines Kindes annehme und ihm ein besseres Leben schenken wolle. Auf die Frage, ob der Vater die Bedeutung der Adoption nicht verstanden haben könnte, antwortete Madonna mit einem entschiedenen «Nein». Ein Dolmetscher habe Davids Vater alles genau erklärt, und dieser habe mündlich und schriftlich sein Einverständnis erklärt.

Der 32-jährige Vater, Yohane Banda, hatte Fernsehreportern Tage nach der Gerichtsverhandlung erklärt, er sei gedrängt worden, Papiere zu unterschreiben, die er nicht verstanden habe. Später sagte er jedoch, er wolle die Zukunft des Jungen nicht gefährden und werde deshalb die Adoption nicht anfechten.

«Er ist ein ganz einfacher Mann», der über Nacht zum Spielball der Medien wurde, erläuterte Madonna. Sie versprach, in Zukunft wenigstens ein Mal im Jahr mit David nach Malawi zurückzukehren und den Jungen bei diesen Gelegenheiten mit seiner leiblichen Familie zusammenzubringen. In den kommenden 18 Monaten habe sie den Jungen nur auf Probe adoptiert und werde ständig von Sozialarbeitern in London überwacht. Sollten diese ihr am Ende der Frist ein gutes Zeugnis ausstellen, gebe es keine Hindernisse für die endgültige Adoption mehr.



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