Kritisches Gespräch in Riad - Bush nach Ägypten
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Riad/Bagdad (dpa) - US-Präsident George W. Bush hat nach einem nicht ganz konfliktfreien Gespräch mit König Abdullah am Samstag Saudi-Arabien verlassen.
Nach saudischen Regierungsangaben wurde Bush, der am Nachmittag in Ägypten erwartet wurde, vom Gouverneur von Riad, Prinz Salman bin Abdulasis, am Flughafen verabschiedet. Bush hatte am Freitag erfolglos versucht, Saudi-Arabien wegen der hohen Preise für Rohöl zu einer Steigerung seiner Ölproduktion zu bewegen. Die Saudis hatten erklärt, sie hätten auf dem Gebiet in den vergangenen Wochen bereits genug getan.
Auch politisch war das Gespräch mit dem saudischen Monarchen nicht spannungsfrei gewesen. Außenminister Prinz Saud al-Faisal erklärte am Abend, das Herrscherhaus habe die Rede des US-Präsidenten vor der israelischen Knesset «mit Besorgnis» verfolgt. Nicht nur die Israelis hätten ein Recht auf ein Leben in Frieden, sondern auch die Palästinenser, sagte der Prinz. Im Irak wurde unterdessen spekuliert, dass US-Außenministerin Condoleezza Rice möglicherweise von Riad aus auf ihrem Weg nach Ägypten einen vorab nicht angekündigten Abstecher in den Irak machen könnte. Die regierungsnahe Zeitung «Al-Sabah» schrieb, die irakische Regierung erwarte an diesem Wochenende einen «hochrangigen ausländischen Gast».
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